Auf den Mauszeiger wird man am Computer so schnell nicht verzichten können aber vielleicht eines Tages auf die Maus als Eingabegerät. Am MIT Media Lab in Cambridge, Massachusetts, experimentiert Pranav Mistry mittels Kamera und Infrarot-Sensoren an einer unsichtbaren Maus, der Mouseless Mouse.
ANZEIGE
Die Computer-Maus übertragt Bewegungen auf einer Oberfläche als Maus-Zeiger-Bewegung auf den Computer-Schirm. Per Tasten-Druck werden Fenster geschlossen und Menüpunkte gewählt. Ein Doppel-Klick startet Programme und öffnet Dokumente. Die gedrückte Maustaste markiert Dateien, Texte und Pixel. All diese Abläufe sind dem modernen Büro-Menschen in Fleisch und Blut übergegangen. Der Griff zum Datennager erfolgt bereits reflexartig.
Daher mutet es noch als eine Art Spielerei an, wenn man einen Blick auf das Projekt „Mouseless“ des Doktoranten Pranav Mistry am MIT wirft. In der Arbeitsgruppe „Fluid Interfaces Group“ werden neue Eingabe-Methoden und Möglichkeiten der Interaktion von Mensch und Maschine erforscht. Am Computer montierte Infrarot-Laser und Infrarot-Kamera erkennen die menschliche Hand und ihre Bewegungen. Damit kann eine herkömmliche Computer-Maus simmuliert werden. Zeigen, Klicken und Doppel-Klicken geht schon.
Für die einfache Bedienung des Computers mag es genügen. Die rechte Maustaste oder gar die Umsetzung eines Scrollrads dürften schon schwieriger werden. Pixel-genaues Arbeiten kann jedoch auf absehbare Zeit nur mit Maus oder noch besser einem Grafik-Tablett gelingen. Trotzdem zeigt das Projekt, dass die Technik nicht stillsteht und am Computer mit noch so mancher Innovation zu rechnen sein wird.



Artikel kommentieren
ich glaube ich würde eher bei der traditionellen Variante bleiben, so würde ich mir nur blöd vorkommen....
Ich glaube, dass das nicht die Zukunft ist...
Ich denke Gestensteuerung und Touchscreens sind viel attraktiver...
im Prinzip ist das nur ein Trackpad abseits der Maschine aber viel komplizierter.
Sieht trotzdem interessant aus.
Wenn der Wille so etwas ordentlich zu machen da ist, passts eh!
Gab's da nicht einmal in grauer vorzeit einen kaiser, mit wunderbaren, neuen kleidern …
Also ich selbst hab' da einen zwar real vorhandenen, aber nicht für alle sichtbaren computer,
der beginnt allmählich zu überhitzen …
Und ich werde diesen computer zusammen mit meiner maus mit einem gersten-kaltgetränk etwas kühlung gönnen.
Wünsch Euch allen – nach dem gestrigen frust, weil der spielgeist auf der einen seite unsichtbar war – trotzdem einen schönen feierabend.
wapodem
ein Ende finden. Zumindest im Büroalltag sehe ich große Chancen für Innovationen wie die Trackbar. Immer wenn eine Maus benutzt wird (oder selbige emmuliert wird, wie hier im Text beschrieben), kommt es zu einer permanenten, einseitigen Belastung der Schultern. Das ermüdet schnell. Da muss auf jeden Fall etwas anderes her, um das Arbeiten entspannter und natürlicher zu gestallten.
Angesichts der Fortschritte auf dem Gebiet verwundert es ein wenig, daß die entsprechenden Hersteller nicht schon eine Tastatur entworfen haben, die wie im iPad funktioniert. Und noch ein Stück weitergedacht: Wann kommt die Funktastatur mit umschaltbaren Ziffernblock, der optional als touchpad fungiert? Wenn jemand bekannt ist, daß es was in der Richtung schon gibt, bitte doch posten!
Kommentar hinzufügen