OUYA

Kickstarter: Android-Spielekonsole nach acht Stunden finanziert

11.07.12 | 00:45 Uhr - von

Eine Spielekonsole auf Basis von Android 4.0 hat gute Chancen, neue Rekorde auf Kickstarter aufzustellen: Ouya heißt sie und soll im nächsten Jahr für 99 US-Dollar eine günstige und offene Alternative zu Xbox 360, PlayStation 3 und Wii U darstellen.

Dabei war das Finanzierungsziel schon ambitioniert, denn nicht jedes Kickstarter-Projekt setzt die Messlatte gleich knapp unter einer Million Dollar an. Dieses Ziel wurde nach acht Stunden erreicht, 29 Tage läuft die Finanzierungsphase noch. Die überwiegende Zahl nutzte Kickstarter, um sich gleich ein Gerät vorzubestellen oder sich das "Developer Special" zu sichern. Geleitet wird das Projekt von Julie Uhrman, die in der Spieleindustrie Erfahrung hat, und Yves Behar, dem Designer des OLPC.

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Obwohl der Preis so niedrig angesetzt ist, wie sonst nur bei Heimkonsolen am Ende ihres Lebenszyklus, verspricht Ouya ein hochwertiges Gamepad. Die Hardware der Konsole ist hingegen mit aktuellen Android-Tablets zu vergleichen: Nvidia Tegra 3 mit Quad-Core-CPU, 1 GB RAM und 8 GB interner Flash-Speicher. Ouya soll allerdings mehr sein, als nur eine Abspielstation für bekannte Android-Spiele. 8 GB entsprechen der Ausstattung der Wii U, die aber Spiele auch von Disc laden kann.

Als Grund für die Entwicklung einer Android-Konsole gibt Uhrman an, dass der Konsolenmarkt die Kreativen verschrecken würde. Einige der klügsten Köpfe wenden sich Mobile und Social Games zu, diese sollen nun auf den Fernseher zurückgelockt werden. Die Einstiegskosten sind gering: Zum einen ist jede Ouya-Konsole gleichzeitig ein Entwicklungssystem und zum anderen wird keine ungewohnte, exotische Hardware verbaut.

Offene Konsolen gibt es schon seit Jahren: Handheldkonsolen wie GP2X oder Pandora werden von Firmen verkauft, die nicht auf die seit Nintendos NES üblichen Lizenzzahlungen setzen. Ouya scheint zumindest einen eigenen App Store zu planen. Im günstigsten Fall nehmen Entwickler Ouya als neue, attraktive Plattform war, im schlechtesten Fall als weitere Hardware, welche die Fragmentierung der Android-Plattform unnötig vergrößert.

 

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Bild von soydoy

Finde ich echt gut! Von Apple erhoffe ich es auch.

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