58 SCHADPROGRAMME

Google beseitigt Android-Schadsoftware per Fernlöschung

07.03.11 | 07:09 Uhr - von
(Bild: http://farm4.static.flickr.com/3229/2745331617_0f15748719.jpg)

Bekannt wurde der „Kill Switch“ durch Amazon, aber auch Apple und Google behalten sich das Recht vor, per Fernsteuerung Inhalte von den Geräten ihrer Kunden zu entfernen. Google sah sich nun dazu gezwungen, von dieser Möglichkeit (wieder) Gebrauch zu machen.

Beide Firmen hatten versprochen, diese Funktion nur in Ausnahmefällen einzusetzen. Befürchtungen, Apple würde beispielsweise aus dem App Store entfernte Apps auch gleich auf allen iPhones, iPods und iPads löschen, haben sich nicht bewahrheitet. Google hatte letzten Juni bereits zwei Apps ferngesteuert entfernt.

ANZEIGE

Bei den von Google entfernten Apps handelt es sich um Malware. Beliebte kostenlose Apps wurden modifiziert und dann unter einem anderen Namen erneut veröffentlicht - so mussten sich die Angreifer nicht auch noch darüber Gedanken machen, eine attraktive App zu programmieren, um möglichst viele Android-Nutzer in die Falle zu locken. Der Schadcode übermittelt Daten des Smartphones und enthält eine Funktion, um weiteren Code herunterzuladen.

Die insgesamt 58 Apps eines "Herstellers" wurden umgehend entfernt, befanden sich aber laut Google bereits auf 260000 Geräten. Die Fernlöschung geschieht nach einer Benachrichtigung der Nutzer, außerdem wird der Android Market aktualisiert.

Was Google aber sicher zu denken geben dürfte, ist, dass der von den 58 Apps genutzte Root-Exploit nur bis Android 2.2.1 greift. Wer nicht gerade ein Nexus-Smartphone besitzt, muss aber Wochen bis Monate auf ein Update warten. Weder Smartphone-Hersteller noch die Mobilfunknetzbetreiber haben ein großes Interesse daran, dass Nutzer ihr Smartphone-Betriebssystem aktualisieren, statt ein neues Gerät zu kaufen. HTC und andere Hersteller modifizieren Android für ihre Zwecke, jedes Update muss daher erst angepasst werden. Google wird sich des Problems des fragmentierten Android-Markts annehmen müssen. Die Prüfroutinen für neu eingereichte Apps werden wohl auch überarbeitet.

Durch die stärkere Internet-Nutzung mit dem Smartphone werden Mobilgeräte für Angreifer immer interessanter. Auch bei Apple ist nicht ausgeschlossen, dass es Apps mit versteckten Schadfunktionen in den App Store schaffen könnten. Sicherheitslücken im Browser sind allerdings eine attraktivere Angriffsfläche.

Artikel kommentieren

Bild von Gast

Kleiner Fehler: Ein Kill Switch ist eine Funktion die das Gerät ausser Betrieb nimmt, ggf. sogar komplett löscht.
Bei der Funktion, die im Artikel beschrieben wird handelt es sich um die Möglichkeit des Herstellers gezielt Inhalte der Kundengeräte zu adressieren. Das ist durch seine Flexibilität ein viel mächtigeres Werkzeug...

Bild von Gast

Ich will mal den Aufstand sehen, wenn Apple eine solche Aktion durchführt. Da Android nicht so im Mittelpunkt der Medien steht, wird das einfach unter den Teppich gekehrt. Bei Apple hingegen würde alles wieder groß aufgemacht werden und alle würden rummeckern.

Bild von Gast

Bei sowas sieht man mal wieder den Nachteil eines offenen Systems auf Smartphones. Der Android Market ist sowas von zugemüllt und Malware ist leicht zu bekommen. Da finde ich es gut, dass Apple erst jede App überprüft und testet, bevor sie in den Store gelangt.

Kommentar hinzufügen

Captcha
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisierten Spam vorzubeugen.
+ fünfzehn = 22
Lösen Sie die Aufgabe und geben Sie das Ergebnis (als Zahl) ein.

MAC-LIFE-NEWSLETTER BESTELLEN

FORUM

Re: Novamedia Disk Supressor

Re: Automator

Re: Ordneraktion Problem

Re: Browservergleich gesucht

Aktuelle Topseller PDFs

Mac Life 07.2014

Ausgabe: 7/2014
24.73 MB
4.49 €

Mac Life 08.2014

Ausgabe: 8/2014
15.98 MB
4.49 €

Mac easy 04.2014

Ausgabe: 4/2014
21.34 MB
4.49 €

iPad Life 04.2014

Ausgabe: 4/2014
16.04 MB
5.99 €

AppStoreBibel 02.2014

Ausgabe: 2/2014
15.51 MB
4.49 €
 
MAC LIFE MARKTPLATZ

McBüro – die betriebswirtschaftliche Software

für Mac, PC und iOS

McBüro – die betriebswirtschaftliche Software
McBüro – die betriebswirtschaftliche Software für Mac, PC und iOS

Für Handel • Produktion • Dienstleistung • Handwerk • Agenturen • Verlage
Individuell - Anpassbar - Flexibel - Modular


Informieren Sie sich jetzt und laden Sie sich eine Demo-Version: www.McBuero.info
Weitere Infos finden Sie hier

MacLife Gold

Jetzt kostenlos 60 Tage testen

MacLife Gold

Die erste Flatrate für Apple-Fans

Print und Online

100 Ausgaben jährlich für eine Flatrate. Für iPhone, iPad & Co.

iNewsweek: Jede Woche neues aus der Apple Welt

Nur 9,90 im Monat - Sie sparen jährlich 196,72 Euro 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Infos