INSPEKTION MIT ANSAGE

Foxconn soll minderjährige Arbeiter vor Inspektion versteckt haben

23.02.12 | 18:21 Uhr - von
(Bild: http://9to5mac.com/2012/02/15/fla-president-ipad-plants-are-no-sweatshops-boredom-and-monotony-contr)

Laut zwei Foxconn-Mitarbeitern soll der Auftragsfertiger sich auf die Inspektion durch die FLA vorbereitet haben. Dazu gehörte, alle Angestellten zwischen 16 und 17 Jahren in andere Abteilungen zu schicken, außerdem mussten sie keine Überstunden leisten.

Dies berichtet die unabhängige Organisation SACOM aus Hong-Kong, die von zwei Foxconn-Mitarbeitern gehört hat, dass sich der Auftragsfertiger auf die Inspektionen der Fair Labor Association vorbereitet hatte. Während die 16-17jährigen Arbeiter verlegt wurden, bekamen andere statt einer Pause pro Tag drei. Apples Regeln für die Auftragsfertiger erlauben 16jährige Arbeiter unter bestimmten Bedingungen.

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Problematisch ist laut der Organisation, dass die Arbeiter für ihre Unterkünfte und die Verpflegung auf dem Firmengelände zahlen müssen. Daher seien viele von ihnen gezwungen, Überstunden zu leisten, um die Lebenshaltungskosten zu finanzieren. Auch würden sie nicht spüren, dass sich Apple tatsächlich um jeden Arbeiter in den Fabriken kümmern würde.

Bei anderen Auftraggebern ist dies kaum anders und fast jede Firma lässt in China produzieren. Nokia soll versuchen, dass die Foxconn-Mitarbeiter wenigstens einen Tag pro Woche frei bekommen. Für viele Chinesen sind Foxconn und andere Auftragsfertiger dennoch attraktive Arbeitgeber - oft haben sie aber auch schlicht keine Wahl, da es in ihrer Heimat keine Perspektive für sie gibt.

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Bild von Gast

Ich weiss ja nicht, wie es genau in Deutschland bzw. anderen Ländern aussieht. In der Schweiz machen ca.60% der Schulabgänger eine Berufsausbildung. Diese sind im grössten Teil zwischen 15 und 17 Jahre alt, wenn Sie ihre Berufsausbildung beginnen. Jetzt im grossen zu behaupten, Foxconn stellt minderjährige an, ist wieder einmal ein gefundenes fressen für die Journalisten. Tönt ja auch fast wie Kinderarbeit, wenn man das Wort "minderjährige" verwenden kann. Schaut mal einen Blick in die Schweiz, dort ist es normal.
Zum anderen muss man halt einfach die Lage im fernen Osten einmal genauer anschauen. Das Vermögen in Privatbesitz ist halt noch einmal extremer Aufgeteilt als bei uns in Europa. Der grösste Teil sind halt private Bauern vom Lande, welche vom Staat nicht unterstützt werden. So sieht die Stelle bei Foxconn für viele extrem attraktiv dar, daher auch die grosse Anzahl an Interessierten die dort arbeiten wollen. Foxconn betreibt seine Fabriken nicht mit Sklaven die Ihnen gehören. Die Probleme der Menschen in dieser Region sind die selben, wie es sie noch vor Jahrzehnten in Europa herrschten. Die Menschen müssen Lernen sich gegen die Vorgesetzten bzw. den Staat zu erheben, sei es mit Streik usw. Nur mit mehr Lohn sind die Probleme nicht gelöst.

Bild von Lion-97

Keine Angst, ich stimme dir voll und ganz zu! Es stimmt, dass dort einfach andere Verhältnisse / Gewohnheiten herrschen, aber dass die Leute sich gegen den Staat erheben sollen? Völliger Schwachsinn! Da kommen doch sofort die Wasserwerfer…
Irgendwie denke ich, dass es im Osten sowieso für alles zu spät ist. Die können gar nichts ändern. Weder ihren Staat, noch die Arbeitsbedingungen… Kann mir mal einer sagen warum?

Bild von Gast

Ja, kann ich! Weil dort anscheinend alle so denken wie Du.

Bild von Lion-97

Entschuldigung, wenn ich mich falsch ausgedrückt habe… Ich finde es ja auch schrecklich, habe auch kürzlich darüber gelesen, aber die Leute tun ja auch gar nichts dagegen! Wie können sie auch, sie brauchen ja den Job und das ist eben der springende Punkt!

Bild von Gast

Wie war das in Tunesien, Agypten, Libyen, Syrien genau? Was hatten/haben die alles zu verlieren?

Bild von Gast

Ja und wer ist schuld an der Misere?
wir alle, die wir nur immer auf den Preis achten, vorne immer die Weltverbesserer und hinten hinten doch alle die" Geiz ist Geil Mentalität."
Alle grossen lassen in China oder noch schlimmer in Bangladesch produzieren, ob Aldi und Lidl Ihre
Bekleidung und Schuhe oder die IT-Branche ihre Computer.
Und wer kaufts wir alle!!!!
Das ist die Globalisierung, aber es hat auch sein gutes, in ein paar Jahren werden die Chinesen auch nicht mehr für ein Butterbrot arbeiten, dann wollen sie auch einen höheren Lebensstandard, dann müssen die Hersteller in ein anderes Land mit niedrigen Lohnkosten einfallen, und die Geschichte wiederholt sich.

Bild von Gast

Und was soll jetzt gut daran sein, dass in ein paar Jahren in einem anderen Niedriglohnland produziert werden soll als in China? Oder für wen soll das bitte gut sein?
Lustig finde ich auch, dass man uns Apple-Fans doch stets vorwirft, dass wir unsere Apple-Produkte viel zu teuer bezahlen. Was haben wir also mit "Geiz ist geil" zu tun?

Bild von Gast

Ausbeuten findet immer statt, da brauchst du uns nicht die Schuld geben (nein, deshalb soll man aber auch nicht weggucken). Solange es immer einen gibt, der für weniger Lohn arbeitet - und den gibt es - solange herrscht auch die Ausbeutung. Erst wenn die Politik Gesetze wie Mindestlohn und Arbeitsbedinungen einführt, kann was verändert werden.

Bild von Gast

Achja, ich fühle mich nicht schuldig. Im Gegenteil.... Apple Produkte sind nicht die billigsten... und egal bei wem ich kaufe...alles made in China.
Und immer dieses dämliche "Geiz ist Geil" Geschwätz.... seit der Euro Einführung gibt es genug Bürger, die sich nicht ununterbrochen Fair Trade Produkte leisten und im Ökomarkt einkaufen können. Tja, man hat sogar in München massive Probleme eine Bezahlbare Behausung für eine Familiengründung zu finden.
First think and act local then it time to speak about global.

Bild von Gast

6-8 Jährige kommen wenigstens noch in die kleinsten ecken!!!

Bild von Gast

Zitat (Artikel): "Problematisch ist laut der Organisation, dass die Arbeiter für ihre Unterkünfte und die Verpflegung auf dem Firmengelände zahlen müssen. Daher seien viele von ihnen gezwungen, Überstunden zu leisten, um die Lebenshaltungskosten zu finanzieren. Auch würden sie nicht spüren, dass sich Apple tatsächlich um jeden Arbeiter in den Fabriken kümmern würde."

Dieser Absatz ist schon bemerkenswert.
1. Satz: Das ist hier zu Lande nicht anders - nur sind die Mieten hier viel höher
2. Satz: Wenn wie auch berichtet, der Stundenlohn bei umgerechnet 1,34€ liegt, die Miete 13,20€ pro Monat beträgt (zwar Mehrbettzimmer aber immerhin) und das Essen im Betrieb 0,53€ kotet, dann kann man sich leicht ausrechnen, das dafür garantiert keine Überstunde notwendig ist. - Da sieht es hier in Deutschland schon ganz anders aus. Da geht schon bei Geringverdienern (davon gibt es hier immerhin ca. 6-7 Mio, Tendenz stark steigend) mal für die Miete allein ein halber Monatslohn drauf. Die Lebenshaltungskosten sind kaum geringer. Wenn man die Kosten für die Anfahrt rechnet, sind im Gegensatz zur Arbeit bei Foxconn schon Überstunden zu machen, damit es reicht.

3. Satz: Dass sich hier Industriekunden um jeden Arbeitnehmer beim Auftraggeber (wohlwollend) kümmern, kann mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Eher das Gegenteil dürfte der Fall sein wenn man genau hinsieht.

Die wahre Baustelle hinsichtlich Arbeitnehmerrechten ist wohl hier zu Lande zu suchen denn in China steigen die Löhne, während sie hier real sinken und die Arbeitsbedingungen dazu.

Bild von Gast

Dieser Kommentar strotzt nur so von Arroganz...

Kannst ja mit nem Chinesen bei Foxconn tauschen wenn es hier in Deutschland so schrecklich ist. Die Bedingungen in deutschen Fabriken kritisieren und dann den Foxconn Angestellten quasi jammern auf hohem Niveau unterstellen.

Aber Hauptsache das eigene Gewissen bleibt sauber, gell?

Bild von Gast

Der Gast vom 23.02. 20:38 hat schon recht. Schön für Dich Gast 00:19 wenn Du im Gelde schwimmst und wunderbar zufrieden bist. Mich persönlich interessiert China erst dann, wenn hier in Deutschland, in München Bedingungen geschaffen sind, das man sich entweder eine Wohnung in ausreichender Größe oder ein Haus leisten kann für die Familiengründung. So, und ich spreche jetzt hier nicht als Fabrikarbeiter sondern von zwei Akademikern die Standardberufe haben ! Arrogant finde ich Menschen die großartig über die schlechten Zustände in der Welt schwadronieren aber doch tatsächlich der Meinung sind zu Haus hier in Deutschland sei alles Bestens... Wer kein Erbe hat oder nicht auf finanzielle Unterstützung von zwei Familien für eigene Familiengründung rechnen kann ist mittlerweile der Arsch vom Dienst in München.

Bild von Gast

Ihr jammert alle auf ganz hohem Niveau! Mimimi! Ich kann mir in der teuersten Stadt des Landes keine großes Haus leisten! Mimimimi!

Du scheinst aber in München immer noch so viel Geld über zu haben um dir Luxus Güter, wie Apple sie nunmal produziert, leisten zu können...

Und im Geld schwimme ich sicherlich nicht als Student!

Das ist so erbärmlich... First-World-Problems at its best!

Bild von Gast

Hey Leute kümmert euch lieber mal um die Zustände in Deutschland ! Ist klar... Labern über die armen Chinesen ist ja viel einfacher als tatkräftig im eigenen Lande was zu verbessern.
Oder zieht mal nach München... da vergeht Euch auch das Lachen bei den Preisen und dem Lohnniveau vom Jahre 2000. Achja, und Ihr dürft natürlich nur rein deutsche Produkte kaufen... also keinen EU querfinanzierten Müll (durch den dann arme Leute in Afrika bspw. Ihre eigenen Produkte auf eigenen Märkten nicht mehr verkaufen können) natürlich keine China Produkte.... Viel Spaß.... Oder wenn Ihr alles so schlecht findet in China und meint Ihr müsst den Chinesen helfen... fliegt rüber und stellt dort Demos auf die Beine.... aber hört bitte auf mit der in Deutschland-sei-alles-super-rosa Malerei.

Bild von Gast

Ei was. Wie überaus schlau. Haben wir mal eins und eins zusammengezählt und rausgefunden, dass es den Arbeitern bei Foxconn gut geht und die nur auf hohem Niveau jammern. Geht's noch? Ich kann nur dem Kommentar von Gast 00:19 folgen und dir Vorschlagen: geh nach China und arbeite dort mal eine Weile. Wenn Du dann wieder hier bist, kannst Du dann Deine Meinung nochmal kundtun. Wenn Du dann noch lebst.

Bild von Gast

Es ging den Chinesen viel schlimmer, bevor die Firmen aus Europa und USA dort ihre Produktion begonnen haben. Für die Bevölkerung dort ist es noch immer ein Fortschritt. Schlimm wird es erst, wenn die Konzerne "weiterziehen".

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