Keine neue Wii, aber ein neuer DS, der anders als DSi und DS XL der echte Nachfolger zu dem erfolgreichsten tragbaren Videospielsystem aller Zeiten sein soll, zeigte Nintendo: 3D ohne spezielle Brille - und technisch hat Nintendo im Kampf gegen iPhone und PSP auch aufgerüstet.
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Der 3DS - es bleibt bei dem Projektnamen - ist kein iPhone- oder iPad-Konkurrent, auch wenn es natürlich Überschneidungen gibt: Mit dem 3DS lassen sich auch Filme und Fotos betrachten, mit iPhone und iPad auch spielen. Bei der Steuerung hat das 3DS aber Vorteile: Neben D-Pad mit Feuerknöpfen, Touchscreen (mit Stift) und Mikrofon stehen nun auch Beschleunigungssensor mit Gyroskop und eine Art Analog-Stick zur Verfügung. Die Konsole ist mit DS/DSi-Titeln kompatibel.
Nur der obere Bildschirm zeigt den 3D-Effekt, da sich laut Nintendo Touchscreen und 3D-Display nicht gut vertragen würden. Es handelt sich um ein Display von Sharp, welches ohne spezielle Brille auskommt und gegenüber einem 2D-Display nur wenig an Helligkeit einbüßt. Mit einem Regler an der Seite lässt sich die Stärke des 3D-Effekts regulieren, es ist auch möglich, ihn ganz abzuschalten. Der 3D-Effekt lässt sich nicht gut auf Fotos festhalten, aber laut Engadget, Kotaku ist er durchaus gelungen. Auch 3D-Filme lassen sich auf dem oberen Display betrachten, das etwas größer als das untere ist. Der Sichtbereich ist allerdings begrenzt, nur wer von vorne auf das Display schaut, bekommt den Effekt zu sehen.
Über die technischen Daten ist nur wenig bekannt, Tester vergleichen die Grafik der ersten Spiele mit dem iPhone 3GS und dem GameCube. Spätere Spiele dürften das Handheld noch besser ausnutzen, die Liste der angekündigten Spiele ist jedenfalls beeindruckend: Kid Icarus, PilotWings, Ridge Racer, Resident Evil, Metal Gear Solid, Nintendogs and Cats, Street Fighter IV, Ninja Gaiden, Dead or Alive und Madden – Nintendo schien Wert darauf zu legen, nicht den Eindruck zu erwecken, dass 3DS sei eine „Casual”-Konsole.
Drei Kameras sind im 3DS eingebaut, eine zeigt auf den Spieler, die zwei anderen nach vorne. Es ist möglich, 3D-Fotos zu schießen, allerdings unterstützen die Kameras nur VGA (640x480 oder 0,3 Megapixel). Dennoch dürfte das 3DS schnell zur beliebtesten 3D-Kamera werden.
Vergleich mit iPhone
Technisch hat Nintendo deutlich nachgebessert, aber die DS-Hardware war auch in die Jahre gekommen. Mit der Anzahl an iPhone-Spielen wird man weder konkurrieren können, noch wollen.
Alleine die Steuerungsmöglichkeiten lassen das 3DS geeigneter für Spiele erscheinen lassen und Nintendo hat immer die eigenen Marken (Mario, Zelda usw.), die alleine schon für Millionen verkaufter Konsolen sorgen werden. Mit dem 3D-Display schafft man ein Alleinstellungsmerkmal, eine Taktik, die schon bei dem ersten DS (Touchscreen) und der Wii (Bewegungssteuerung) funktionierte.
Wenig Worte wurden über das Online-Konzept verloren: Der App Store mag in vielerlei Hinsicht nicht optimal sein, aber einmal gekaufte Spiele lassen sich wenigstens auf mehreren Systemen einsetzen und Apple verwendet echte Preise und kein Punkte-System.
Zwar wird das iPhone 4 dem 3DS vermutlich technisch überlegen sein, aber diese Überlegenheit muss sich erst in Spielen zeigen.



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Ihr schreibt ständig, dass der 3DS ohne "spezielle Gläser" auskommt. Vermutlich habt ihr das aus dem Englischen "glasses" übersetzt - damit sind jedoch die sonst üblichen (3D-)Brillen gemeint.
Nein, ein Versehen meinerseits, natürlich wird "glasses" mit Brille übersetzt. Danke für den Hinweis.
Hoffen wir mal, dass das Ding besser ist als Nintendos erster Versuch, der Virtual Boy.
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