In den USA muss Apple sich dieser Tage, zusammen mit zwei Verlagen, vor einem Richter wegen angeblicher illegaler Preisabsprachen verantworten. Im Zuge der Auseinandersetzungen mit dem US-amerikanischen Justizministerium hat das Wall Street Journal auch mit Apples Verantwortlichen für Internet Software und Dienste gesprochen. Fazit: Bücher sind für Apple auch nur eine Ware.
„Wir können Zeitungen oder Magazine nicht anders behandeln als FarmVille“, so Eddy Cue, seines Zeichens Senior Vice President für „Internet Software and Services“. Gemeint ist, damit dass Apple für Bücher ebenso wie für Apps 30 Prozent des Preises für Bereitstellung und Zahlungsabwicklung berechnet, die konkrete Preisgestaltung aber den Entwicklern beziehungsweise Verlagen überlässt. Doch genau dieses sogenannte Agenten-Modell, bei dem Apple nur als Zwischenhändler auftritt und keinen Einfluss auf den Preis nimmt, ist Grund für die gerichtliche Auseinandersetzung.
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Gleichzeitig schreibt das Wall Street Journal, dass es aber genau diese Einstellung sei, die für Apples Unschuld spreche: Keine Absprache, sondern ein festes, Store-unabhängiges Preismodell liegt der angeblichen Preisbindung zugrunde. Sollten die Richter mit der Verurteilung von Apple einen Präzedenzfall schaffen, würde dies vor allem Amazon freuen. Anders als Apple setzt das US-Unternehmen die Preise selbst fest, teilweise sogar mit Verlusten um den Marktzutritt für neue Anbieter zu erschweren.
Im Gegensatz zum US-Markt greift hierzulande auch in Apples iBookstore die sogenannte Buchpreisbindung. Durch diese sind Verlage verpflichtet, die Preise für eine bestimmte Ausgabe eines Buches festzusetzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um die gedruckte oder eine elektronische Version handelt. Der Grund für die Buchpreisbindung liegt in der Rolle des Buches als Kulturgut. Durch die Festlegung des Preises sollen die Vielzahl und die Versorgung des Büchermarktes gewährleistet bleiben.
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Apple hat schon der Musik verholfen, für das die Menschen bezahlen und somit wertschätzen. So nun auch mit Bücher und das interaktiv. Ich lese sehr gerne auf dem iPad. Bücher sind aber auch nur Waren, die zum Kulturgut werden können, wenn sie das Zeug dazu haben.
www.masteringstudio-stuttgart.de
Als Buchautor begrüße ich es, wenn Apple Bücher als Ware bezeichnet. Diese wird intelektuell produziert und Apple/amazon sei dank, nun endlich schnell am Markt für die Leser zugänglich gemacht.
http://itunes.apple.com/de/book/steve-jobs-agenda/id479327046?mt=11
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