AUCH OHNE JOBS EIN FANTASTISCHER JOB

Heute vor einem Jahr: Tim Cook wird neuer Apple-CEO, AAPL-Höchststand zum Jubiläum

24.08.12 | 22:01 Uhr - von Justus Zenker
(Bild: http://live.theverge.com/wwdc-2012-live-blog/)

Genau ein Jahr ist es her seit Tim Cook die Nachfolge von Steve Jobs antrat. Doch bereits damals war Jobs' Job für Cook alles außer unbekanntes Terrai: Schon in der Vergangenheit hatte der damalige COO aushilfsweise die Zügel übernommen, während Jobs aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit nahm. Wohl auch aus diesem Grund hat Cook das vergangene Jahr mit Bravour gemeistert. Auch die Aktionäre scheinen dieser Meinung zu sein: Zum einjährigen Jubiläum hat die Apple-Aktie heute ihren Höchststand erreicht.

Mit 668 US-Dollar steht AAPL heute einmal mehr im Scheinwerferlicht der Wall Street. Ganz im Gegensatz zum vergangenen Jahr: Mit der Ankündigung von Steve Jobs' Rücktritt sank APPL innerhalb weniger Stunden um fünf Prozent auf 351 US-Dollar. Zurecht fragten sich damals nicht nur Aktionäre und Apple-Fans, ob Tim Cook dem Apple-Mitbegründer würdig nachfolgen oder ihn gar ersetzen könne. Doch wie Jeffrey Sonnenfeld, Dekan der Yale School of Management den Wechsel in der Chef-Etage beschreibt, „wusste Tim, dass er nicht Steve Jobs ist, und versuchte es nicht zu sein. Er fühlt sich wohl und hat mit wenigen Versprechungen und überdurchschnittlichen Resultaten hervorragende Arbeit geleistet".

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Während Apple unter Cooks Führung im vergangenen Jahr einmal mehr Erfolge wie das iPhone 4S, das iPad der dritten Generation, das MacBook Pro mit Retina-Display und OS X 10.8 „Mountain Lion“ im Einklang mit sensationellen Quartalszahlen präsentiert hat, konnte Cook sich auch darüber hinaus profilieren. So etwa startete „der bestverdienende CEO der USA“ ein neues Wohltätigkeits-Programm, versprach Aktionären eine Dividende  und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm an. Hinzu kamen Kontrollen der Vertragspartner in Fernost, die Apple durch die Fair Labor Association begleiten ließ.

Auch mit Blick auf Kritik scheint sich bei Apple im vergangenen Jahr ein Wandel vollzogen zu haben. So wurde nach viel negativem Echo die Unterstützung für das US-amerikanische Umweltprogramm EPEAT reaktiviert und Änderungen der Arbeitszeiten in Apples Retail Stores rückgängig gemacht. Oder wie Cult of Mac es treffend ausdrückt: „Tim Cook hat Apple gegeben, was Steve Jobs niemals geben konnte: Ein Gewissen.“

Dass auch Cook es versteht, sich gegen die Konkurrenz zur Wehr zu setzen, zeigen die weltweiten Gerichtsverhandlungen, in denen Apple seinen Konkurrenten gegenübersteht. Prominentestes Beispiel: Die Auseinandersetzung mit Samsung. Apple bekämpft Google hingegen mit anderen Mitteln: Mit dem kommenden Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod touch, iOS 6, verliert der Suchmaschinengigant auf einen Schlag nicht nur Millionen von Google-Maps-Nutzern, sondern auch die lukrative Integration von YouTube in Apples mobilem Betriebssystem.

Viel Licht und nur wenig Schatten: Die intelligente Assistentin Siri befindet sich gut zehn Monate nach der Veröffentlichung des iPhone 4S weiterhin im Beta-Stadium. Die neuen Genius-Spots sind von der Fangemeinde eher zerrissen als gefeiert worden und in der Personal-Abteilung haben im letzten Jahr mehr kluge Köpfe das Unternehmen verlassen als vermutlich hinzugekommen sind – darunter Apples ehmaliger OS-X-Chef Bertrand Serlet und Retail-Ikone Ron Johnson. Johnsons Nachfolger schaffte es erst kürzlich in die Schlagzeilen, nachdem bekanntgeworden war, dass Apple im großen Stil Mitarbeiter vor die Tür setzen will. Ein Fehler, wie Apple später zugab.

Dennoch, im Großen und Ganzen hat Tim Cook nicht mehr und nicht weniger als einen fantastischen Job gemacht. Ohne Zweifel wird daraus nie ein fantastischer (Steve) Jobs werden, ob dies aber unbedingt eine schlechte Sache ist, darf aufgrund Apples neuer Kritikfähigkeit und den ersten Ansätzen einer neuen Offenheit zurecht bezweifelt werden. Wir drücken Tim Cook auf jeden Fall die Daumen und wüschen ihm für die Zukunft viel Erfolg!

Mehr zu: AAPL | Tim Cook

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"Wir drücken Tim Cook auf jeden Fall die Daumen und wüschen ihm für die Zukunft viel Erfolg!"

Das wünsche ich ihm auch! In seinem, aber auch in meinem Interesse. :-)

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