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Wird iOS in Zukunft seltener aktualisiert? Apples Apps dafür häufiger?

Da wir nicht nur die negative Frage in der Überschrift für sich sprechen lassen wollten, haben wir die positive hinzugefügt. Denn mit der Veröffentlichung von iOS 10 für iPhone, iPad und iPod touch im Herbst wird es möglich sein, die Apple-Apps zu deinstallieren. Was zunächst nach der Erfüllung eines Kundenwunsches klingt, könnte weiterreichende Folgen haben und die Aktualisierung des Betriebssystems in größeren Abständen zur Folge haben, während Apples Apps in kürzeren Intervallen aktualisiert würden.

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Bislang veröffentlicht Apple in schöner Regelmäßigkeit Firmware-Updates für sein Betriebssystem. Große Versionssprünge werden einmal im Jahr unternommen. Kleinere Updates erscheinen jedoch das ganze Jahr über, teilweise liegen zwischen manchen Updates nur ein paar Wochen. Meist hat das aber den Grund, dass Apple irgendeinen Fehler beheben muss, der bei der vergangenen Aktualisierung aufgetreten ist. Man spricht dann von einem „Bugfix“-Release.

Fehler in iOS haben sich gehäuft

Wir alle miteinander konnten in der jüngeren Vergangenheit eine Zunahme an Fehlern feststellen, wenn es um die Veröffentlichung von Updates von Apples iOS ging. Es ist noch nicht allzu lange her (März 2016), dass es Probleme bei einem Firmware-Update mit dem iPad 2 gab. Noch kürzer muss man in der Zeit zurückgehen (Mai 2016), um festzustellen, dass das Update auf iOS 9.3.2 beim neuen iPad Pro 9,7 Zoll Probleme erzeugte. Nach der Installation waren einige Geräte unbrauchbar. Folgerichtig zog Apple das Update zurück.

Diese Fehler, so denkt man im ersten Moment, dürften doch eigentlich nicht auftauchen. Apple gibt sicherlich nicht zu wenig Geld für seine QA aus und bietet mittlerweile sogar öffentliche Betatests an. Doch auf wundersame Weise schleichen sich trotzdem solche Probleme ein.

Mit iOS 10 wird man nun viele der Apple-eigenen Apps deinstallieren können. Wer das nicht wahrhaben will, kann einfach auf Apples Homepage nachlesen, dass es tatsächlich so ist.

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Apple wird unabhängiger bei Software-Updates

Doch was bedeutet das? Dieser Schritt bedeutet zweierlei. Apple „könnte“ die eigene Software deutlich häufiger aktualisieren als man es bislang getan hat. Um ein Update für iBooks, Apple Mail oder aber FaceTime anzubieten, musste Apple bislang immer auch ein „Firmware-Update“ veröffentlichen. Anders funktionierte es nicht. Tatsächlich wird diskutiert, ob allein die Möglichkeit den iPhone-Hersteller tatsächlich dazu bewegen wird, häufigere Updates für seine Apps anzubieten. Es brächte auf Seiten der Nutzer ebenfalls Vorteile mit sich. Man müsste nur noch wenige MB herunterladen, um beispielsweise die Karten-App zu aktualisieren.

Auf der anderen Seite ist man geneigt zu sagen, dass man in Cupertino mit dieser Entkoppelung dafür sorgt, dass nicht mehr so oft ein Update für das Betriebssystem erscheinen muss. Neue Funktionen für die iOS-Firmware könnten die Apple-Entwickler im Hintergrund in Ruhe entwickeln, ehe man ein neues Update veröffentlicht. Natürlich wird man weiterhin Sicherheitslücken stopfen können. Doch wenn man den Rest des Systems „identisch“ belässt, ist die Gefahr gering, dass es in Zukunft weiterhin zu solch kapitalen Fehlern kommt, wie zuletzt bei iOS 9.3 mit dem iPad 2 oder iOS 9.3.2 mit dem iPad Pro 9,7 Zoll. Die Nutzer würde es freuen, die Apple-Entwickler von einem gewissen Druck befreien und die Außenwirkung verbessern (keine negativen Schlagzeilen mehr).

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Das glaube ich nicht, so viele Bugs, die Apple immer ausrollt und über Wochen nicht gefixt bekommt, oder matt gesetzte Neugeräte, wäre schwierig.

Das glaube ich nicht, so viele Bugs, die Apple immer ausrollt und über Wochen nicht gefixt bekommt, oder matt gesetzte Neugeräte, wäre schwierig.

Bugfixes wird es dann ja auch geben. es geht um neue Funktionen des iOS und darum nicht auf einen Schlag sowohl Firmware als auch Apple Apps zu releasen, was die Wahscheinlichkeit von Bugs erhöht. Artikel lesen. ;)

Klingt doch recht einleuchtend so kann man bei einem grossen Sicherheitsproblem mit Safari einfach schnell Safari aktualisieren ohne gleich das ganze iOS zu aktualisieren. So könnte dann schneller reagiert werden. Einzige was dann anfangs ungewöhnlich sein dürfte das man bei Problemen angeben muss welche App Version man nutzt statt lediglich zu sagen ob die iOS Version aktuell ist. Aber daran dürfte man sich schnell gewöhnen.

bei Safari wird sich aber nichts ändern, da das eine Core App ist und man die nicht deinstallieren kann, also bräuchte man für einen Fehler bei Safari weiterhin ein Software Update.

Ganz genau! Wenn dann müsste schon jede einzelne App in den App Store ausgelagert werden wie es z.b bei Android mit den Google Play Diensten der Fall ist.

Okay dann eben z.B. in Mail oder iCloud Drive.

Das ist richtig, ändert aber ja nichts an der Argumentation. Apple muss ja nicht Safari nur aus Spaß an der Freude aktualisieren. Diese Fehler, von denen du sprichst, die kann man im Vorfeld einer Veröffentlichung ausmerzen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass unterm Strich deutlich weniger Updates erfolgen könnten als bislang.

Was für nen Scheiß schreibt ihr? Eure Qualität ist ja schon länger und tiefer im Keller als es bei Apple der Fall ist, aber ihr grabt auch immer tiefer, ne?!
Wo hat euer Autor denn den Begriff Firmware aufgeschnappt den er jetzt so munter mit iOS-Updates in Verbindung bringt??

Scheinbar musst Du noch die Schulbank drücken, dann wüsstest Du woher der Begriff stammt. Google ist Dein Freund.

Craig Federighi hat in der Sendung "The Talk Show" von John Gruber doch bereits klar gestellt. Dass die Apple-Apps "nur" ausgeblendet werden und interne Verknüpfungen aufgehoben werden.

Es handelt sich als nicht um eine Deinstallation, sondern um einen Deaktivierungsprozess bei dem am Endd die App ausgeblendet aber weiterhin "versteckt" auf dem Gerät ist. Im AppStore werden die Apps nur angezeigt um sie unter iOS10 wieder zu aktivieren ein tatsächlicher Download erfolgt nicht.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Updates einzelner Systems-Apps nicht erfolgen wird, wie ihr es im Artikel aktuell behauptet. Vielleicht mit iOS11, wenn die Apps tatsächlich auch gelöscht werden können.

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