iPhone-Entsperrung

iPhone hacken: Polizei will den Fingerabdruck-Drucker anwerfen

Die Polizei im US-Bundesstaat Michigan will den Fingerabdruck eines Mordopfers nachdrucken lassen, um damit sein iPhone entsperren zu können. Diese Methode wurde noch nie eingesetzt - sie erfordert enorme Präzision.

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Das iPhone eines Mordopfers könnte der Polizei wertvolle Informationen über den Mörder geben - doch es ist mit Touch-ID gesperrt. Nach Angaben der Polizei in Michigan ist der Körper jedoch zu stark verwest, um einen Finger auf den Sensor zu halten. Da das Opfer schon vor seinem Tod polizeilich in Erscheinung getreten ist, gibt es aber Fingerabdrücke. Diese sollen mit Hilfe eines enorm präzisen 3D-Druckers nun wieder als Positiv ausgegeben werden, um das iPhone zu entsperren.

Diese Aufgabe sollen Forscher der Uni Michigan übernehmen. Die meisten Fingerabdruckscanner, auch der des iPhone, sind kapazitativ, d.h.der Abdruck muss elektrisch leitend sein. Diese Eigenschaft besitzt der nachgedruckte Plastik-Finger nicht. Deshalb wird er mit einer extrem dünnen, metallischen Schicht überzogen.

Ob die Methode funktioniert, ist derzeit nicht bekannt. Eigentlich verlangt iOS nach verhältnismäßig kurzer Zeit, dass der Nutzer seinen PIN-Code eingibt. Ein Fingerabdruck allein hilft dann nicht mehr.

Wenn die Technik künftig eingesetzt werden kann, um iPhones zu entsperren, wird einer der größten Kritikpunkte der Strafverfolger ausgeräumt: Bislang können sich Verdächtige in vielen Ländern erfolgreich weigern, ihre Geräte zu entsperren. Eine solche Weigerungsmöglichkeit besteht beim Abnehmen der Fingerabdrücke nicht. Das gilt auch für das Aufnehmen eines Fotos oder die Erfassung der Personalien.

Der Fingerabdruckscanner des iPhone ist schon 2013 mit einer Fingerabdruckkopie vom Chaos Computer Club überlistet worden, doch für die Kopie brauchte es noch einen Abdruck. Ende 2014 wurde bewiesen, dass sich Fingerabdrücke auch mit Hilfe von Fotos der Finger klauen lassen.

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Geht das denn? Denn wenn man ein paar Tage die Touch ID nicht nutzt muss man einen pincode eingeben!

So viele Rechschreibfehler in einem kleinen Artikel...
Nicht sehr professionell.

Danke für den Hinweis

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