Ganz ernst zu nehmen ist dieser Vorschlag natürlich nicht, auch wenn es sicher im Umkreis des Vorstands einige Personen gibt, die sich Tim Cook in einer "umfassenderen" Funktion bei Apple vorstellen können und dies auch an seinen Erfolgen bei Apple festmachen. Das zumindest deutete das Wall Street Journal im Juni an, als es erste Meldungen zu der Lebertransplantation von Steve Jobs veröffentlichte.
Der Aufsichtsrat von Apple Inc. soll laut Statuten "mehrheitliich aus Mitgliedern zusammen gesetzt sein, die entweder die Bestimmungen der NASDAQ zur Unabhängigkeit erfüllen oder übertreffen." Sinn des Aufsichtsrats soll es sein, die Arbeit des Vorstands zu überwachen und den Vorstand zu leiten. Daher ist kein Mitglied des Vorstands außer Steve Jobs derzeit auch im achtköpfigen Aufsichtsrat seiner Firma. Da jedoch die Rede von "mehrheitlich" ist, wäre durchaus Platz für einen zweiten Insider.
Dies würde allerdings dem Zweck des Aufsichtsrats widersprechen, da die Kontrollfunktion durch "unabhängige" Mitglieder eingeschränkt wird. Wahrscheinlicher ist ein Vorstandsmitglied einer anderen Firma, die in keiner Konkurrenz zu Apple steht. Dies ist schließlich ja Eric Schmidt zum Verhängnis geworden.
Der "Falsche Steve Jobs" (Dan Lyons von Newsweek) macht dazu bereits Vorschläge: Jon Rubinstein zum Beispiel, der ja gerade erst von Apple zu Palm wechselte, oder Guy Kawasaki, der als ehemeliger Mitarbeiter und "Evangelist" nun Start-Up-Unternehmen berät. So stellt sich der "Falsche Steve Jobs" denn auch den Anruf von Guy Kawasaki bei Steve Jobs vor: "Steve? Häng' jetzt nicht auf, OK? Es ist mir ernst. Häng' nicht auf! Steve? Oh verdammt!" ...
Bildnachweis: Apple Inc.



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Zitat von maclife- Artikel:
""Der "Falsche Steve Jobs" (Dan Lyons von Newsweek) macht dazu bereits Vorschläge: Jon Rubinstein zum Beispiel, der ja gerade erst von Apple zu Palm wechselte, """
Widerspricht selbstverständlich auch mit o.g. Funktion. Wenn der Aufsichtsrat aus acht Mitgliedern bestehen soll, die so unabhängig wie möglich sein sollen, dann wäre wohl kaum Jon Rubinstein der perfekte Mann dafür. Wenn Palm es wirklich mit dem Prè schaffen sollte an den Erfolg von Apples Smartphone anzuknüpfen, dann wären dies schon Konkurrenten. Auf langfristige Sicht sicher nicht die beste Entscheidung.
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