Das USB-IF ist eine Gemeinschaft von Technologie-Unternehmen, welche die USB-Technik entwickelt haben. Wie die New York Times berichtet, habe man sich dort noch nicht dazu geäußert, wann eine Stellungnahme zu der Sache zu erwarten sei. Sicher sei aber, dass es so einen Fall bislang nicht gegeben hat. Ein Analyst sagte der Times, dass seiner Meinung nach die Nutzer in solchen Situationen das letzte Wort haben sollten. Palm legt dar, dass Apple die für mehr Kompatibilität unter Geräten und Computern entwickelten USB-Standards missbrauche um nur eigenen Geräten Zugang zur iTunes-Technologie zu ermöglichen.
Andere Konkurrenten, wie etwa das BlackBerry, können mit kleinen Manipulationen die Sperre umgehen, was offenbar von Apple auch geduldet wird. Das Pre wurde jedoch seit der letzten iTunes-Aktualisierung ausgeschlossen, worauf Palm seinerseits ein Update veröffentlichte, welches die Konnektivität wieder herstellte. Dies lässt die Argumente der Beschwerde etwas schwach erscheinen, ist doch auch ein solches Vorgaukeln falscher Gerätedaten von der USB-IF nicht sonderlich gern gesehen. Die Auseinandersetzung der beiden Rivalen macht jedenfalls zweierlei deutlich.
Erstens wird das Palm Pre von Apple offenbar als würdiger Gegner empfunden, da man dort sonst nicht solch einen Aufwand betreiben würde, es von iTunes fern zu halten. Immerhin würden mehr Kunden im iTunes Store auch mehr Umsatz für Apple und seine Partner bedeuten. Zweitens wird erneut die zentrale Position des Programms bei den Kunden hervorgehoben. Alles dreht sich um den App Store und das Medien-Management. Unter diesen Vorausetzungen geht das vielzitierte Katz-und-Maus-Spiel also weiter. Ein Professor für Telekommunikationsrecht prophezeit gegenüber der New York Times: "Die Geschichte lehrt uns, dass die Offenheit stets obsiegt". Da bleibt nur die Frage, welcher der beiden Kontrahenten hier für Offenheit steht.



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