Grund dafür dürfte sein, dass sich per Promocode eine Anwendung mit einer Altersfreigabe ab 17 herunterladen lässt, ohne das eine Warnung erscheint.
Doch es trifft nicht nur Anwendungen mit nackten Tatsachen, denn die werden ohnehin von Apple als pornographisch klassifiziert und damit abgelehnt. Nur ein geringer Teil der Entwickler hat überhaupt vor, eine Anwendung für Erwachsene zu entwickeln. Statt dessen wird die offene Struktur manchen Apps zum Verhängnis, die das Anzeigen von Websites oder das Herunterladen von Texten erlauben, sprich: dynamische Informationen aus dem Internet beziehen. Alles Inhalte, die potentiell anstößig sein könnten und daher der Anwendung die Freigabe ab 17 einbringen – wenn der Entwickler nicht gerade Amazon heißt. Betroffen sind beispielsweise der E-Book-Reader Eucalyptus und der Webbrowser mit integriertem Englisch-Wörterbuch, EDict Browser, die rein von den Warnungen her extrem jugendgefährdend sein müssen. Bei Webbrowsern dürfte ein Grund für die ungewöhnlich hohe Einstufung dafür sein, dass besorgte Eltern zwar Safari ausschalten können, aber nicht alternative Browser.
Betroffene Entwickler können nur hoffen, dass es von Apple eine Lösung geben wird, da die Promocodes mittlerweile für die Werbung sehr wichtig sinds. Noch besser wäre es natürlich, wenn die 17+-Freigabe nur an Anwendungen vergeben würde, die dies auch verdienen: "Web ab 18" mag zwar der Traum manch eines Politikers sein, aber sinnvoll ist dies nicht.



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