Es wurde in letzter Zeit viel geredet und geschrieben über die Vor- und Nachteile von Flash respektive HTML5, aber das meiste davon waren Vorwürfe und Anschuldigungen der einen Seite gegenüber der anderen. Streaming Learning Center [1] hat sich die Mühe gemacht, die beiden Kontrahenten Benchmarktests zu unterziehen und liefert die Ergebnisse in Zahlen.
Der Vergleich förderte vor allem eines zu Tage: Die besten Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn dem Browser für die Wiedergabe von H.264-Video mit HTML5 und dem Flash-Plug-in für die Wiedergabe von H.264-Video in einem Flash-Container Zugriff auf die H.264-Dekodiereinheit einer kompatiblen Grafikkarte gewährt wird. Im Falle des Flash Plug-ins ist dazu Version 10.1 notwendig, die derzeit als Version beta 3 bei Adobe [2] verfügbar ist.
Unter Mac OS X konnte man im Vergleich zwischen Safari und Chrome beobachten, dass Safari über HTML5 offenbar Zugriff auf die Grafikkarte hat, Chrome hingegen nicht. Chrome verbraucht mit Flash und mit HTML5 ungefähr 50 Prozent Prozessorlast. Offenbar kann Crome in keiner Konfiguration auf Hardware-Dekodierung zurückgreifen. Safari hingegen benötigt mit Flash 10.0 etwa 37 Prozent, mit Flash 10.1 etwa 32 Prozent Prozessorlast. Das ist zwar weniger als bei Googles Browser, zeugt aber auch davon, dass Flash unter Mac OS X keinen Hardwarezugriff hat. Arbeitet Safari hingegen unter optimalen Bedingungen, nämlich mit HTML5, sind es nur 12 Prozent Auslastung. Hier sei an den langwierigen Streit diesbezüglich [3] zwischen Apple und Adobe bezüglich des Hardwarzugriffes aus Flash heraus erinnert.
Auf Windows-Systemen kann das Flash Plug-in auf die Grafikhardware zugreifen und kommt deshalb zu dem hervorragenden Ergebnis von 6 Prozen (Firefox) beziehungsweise 7 Prozent (Safari) Prozessorlast, wenn Version 10.1 eingesetzt wird. Ohne volle Hardwareunterstützung, also mit Flash 10.0 in allen getesteten Browsern und HTML5 in Chrome, liegen die Messergebnisse mit 20 Prozent bis 26 Prozent CPU-Last ziemlich dicht beieinander. Die Frage nach Flash oder HTML5 scheint nicht die entscheidende zu sein. Besonders deutlich wird der Zugewinn durch hardwareseitige Dekodierer beim Wechsel von Flash 10.0 (ohne) auf Flash 10.1 (mit): Safari verbrauchte 68 Prozent weniger und Firefox sogar 73 Prozent weniger Resourcenmit Version 10.1 des Plug-ins.
Fazit
Gerade der letzte Vergleich legt den Schluss nahe, dass es nicht auf das Etikett "Flash" oder "HTML5" ankommt, sondern auf den Grad der Hardwareunterstützung durch die Grafikeinheit. So lange Adobe unter Mac OS X keinen Zugriff auf relevante Programmierschnittstellen erhält, wird das Flash Plug-in erheblich langsamer als HTML5 bleiben.
Kommentar Zugegeben wirken die Messergebnisse von Streaming Learning Center auf den ersten Blick so, als könne man daraus nicht viel ableiten. Hier werden verschiedene Browser mit verschiedenem Dekodier-Ansatz auf verschiedenen Betriebssystemen miteinander verglichen – man könnte denken, Äpfel mit Birnen. Dennoch wird klar: Schnell ist, wer auf die Rechenpower des Grafikprozessors zurückgreifen kann. Dann ist es auch nicht mehr ganz so wichtig, wie der Browser heißt und ob er Flash oder HTML5 verwendet. Wenn Apple sich also endlich durchringen könnte, die Programmierschnittstellen für GPU-Unterstützung offenzulegen, dürfte sich Steve Jobs' Diktum erledigt haben, Flash sei ein "CPU-hog", und nur HTML5 sei der Standard der Zukunft.












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Übersetzung verdammt schlecht
Lest einfach den Originalartikel auf Streaming Learning Center und die Kommentare dazu. Da ist alles erklärt und die Gründe werden auch wesentlich klarer als in der obigen schlechten Übersetzung.
Weil Apple Quick Time hat
Apple hätte gerne das Adobe das Flash an QuickTime weitergibt. Adobe möchte aber die API um direkt mit der Hardware zu sprechen. Kling jetzt wie zwei sture Kinder, ist aber mich so. Apple hat halt gern ein sicheres System, wie wir ja auch, und deshalb bin ich ganz froh darum keinen virenscanner zu benötigen.
Vielen Dank
Ich möchte mich ganz herzlich bedanken, dass hier endlich einmal ein objektiver Artikel erscheint. Ich erwarte selbstverständlich kein Apple-Bashing (Gott bewahre), aber dass auch mal offen darauf hingewiesen werden kann, dass auch Apple und selbst Steve Jobs mal Fehler machen können. Ich hoffe nun bloss darauf, dass Jobs nicht stur auf seinem Adobe Flash-Hasstrip bleibt, sondern uns endlich eine anständige Integration zur Verfügung stellt. Alle anderen könnens ja auch, dann muss es für Apple ja umso leichter sein. Und nochmal: Vielen Dank an die Redaktion; weiter so mit "richtigem" Journalismus!
mh
und warum gibt apple diese zugriffe nicht einfach an adobe ab ?