Die Frage, ob wir die einzige intelligente Lebensform im uns bekannten Universum sind, beschäftigt die Menschheit mindestens seit der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert, auf jeden Fall aber seit dem Aufkommen der Raumfahrt. SETI@home Search for Extraterrestrial Intelligence at home (deutsch: Suche nach außerirdischer Intelligenz zu Hause) ist ein wissenschaftliches Projekt, das nach Signalen aus dem All sucht.
Das Projekt geht der Frage mit Radioteleskopen und der Mithilfe von Millionen Freiwilliger, die die Rechenleistung ihres Computers zur Verfügung stellen, nach. Bislang wurde zur Auswertung der Daten nur der Hauptprozessor (CPU) verwendet, da inzwischen aber Grafikchips mehr Rechenoperationen als der Hauptprozessor abarbeiten können, liegt es nahe, diese auch für das SETI-Projekt mit einzubeziehen.
Hierzu hat Nvidia die Compute Unified Device Architecture (CUDA) genannte Technik zur Beschleunigung wissenschaftlicher und technischer Berechnungen in aktuelle Grafikchips, wie dem in den Unibody-MacBooks verbauten Geforce 9400 implementiert. Mit der von BOINC aktualisierten Version von Seti@home, die diese Technologie verwendet, kann die Rechenleistung nahezu verdoppelt werden. Wer sich im Dienste der Wissenschaft an diesem Projekt beteiligen möchte und einen Rechner mit einem Nvidia-Grafikchip mit der CUDA-Technologie besitzt, kann die Software hier herunterladen.
Seit 1960 horchen amerikanische Wissenschaftler den Weltraum mit Radioteleskopen nach Signalen ab, die auf intelligentes hochentwickeltes Leben schließen lassen könnten. Da dabei immense Datenmengen anfallen, benötigt es entweder leistungsstarke Supercomputer, um die Daten auszuwerten oder viele kleine Rechner, an die einzelne Datenpakete zur Analyse verteilt werden. Mit dem Internet wurde letzterer Lösungsansatz für die Wissenschaftler interessant. Die Idee besteht darin, dass jeder ans Internet angeschlossene Computer nicht ständig die volle Rechenleistung benötigt. Installiert man ein Programm, das immer dann die Daten aus dem All bearbeitet, wenn der Computer gerade wenig zu tun hat, kann man auf eine ungeheuer große Rechenleistung zurückgreifen. Die derzeit am Projekt beteiligten fünf Millionen Freiwilligen stellen mehr Rechenleistung zur Verfügung, als der aktuell drittschnellste Supercomputer zu leisten vermag.



Artikel kommentieren
Kommentar hinzufügen