In einer erst kürzlich erreichten Einigung hatte sich der Klon-Mac-Hersteller Psystar dazu verpflichtet, Apple 2,7 Millionen US-Dollar Schadensersatz zu zahlen. Im Gegenzug verzichtete Apple auf sechs von elf Anklagepunkten. Nun scheint Apple den zweiten Erfolg feiern zu können: Psystar hat den Vertrieb von PCs mit installiertem Mac OS X eingestellt.
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Voraussetzung für Psystars Zahlungsbereitschaft war die Vertagung der tatsächlichen Forderung seitens Apples. Wie es in der Einigung weiter heißt, verpflichtet sich Apple den Betrag erst dann einzufordern, wenn Psystar sämtliche Möglichkeiten auf Berufung ausgeschöpft hat. Da die Richter am 13. November in einem vorläufigen Urteil Apple größtenteils recht gegeben haben, wendet sich Psystar nun an das Ninth Circuit – ein Berufungsgericht für den Westteil der USA.
Obwohl Psystar mit dem Verkaufsstopp Apple entgegenkommt, wird Rebel EFI, eine Software um OS X auf kompatiblen Rechnern zu installieren, weiterhin angeboten. Sollten die kalifornischen Richter Apples gefordertem Verkaufsstopp der unautorisierten Software nicht stattgeben, kann wenigstens diese weiterhin von Psystar vertrieben werden. Auch die Rechner an sich könnte das Unternehmen weiterhin verkaufen, um eine bestmögliche Kompatibilität zu ermöglichen. Die Verantwortung und der damit verbundene Rechtsbruch würden somit an die Kunden übertragen.
In knapp zwei Wochen, am 14. Dezember wird Psystar sein Anliegen den Berufungsrichtern vorliegen. Mit einer Entscheidung ist Ende Dezember zu rechnen.



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