„EIN WUNDERWERK DER TECHNIK“

Zerlegt: iFixit nimmt das Retina-Display des neuen MacBook Pro unter die Lupe

19.06.12 | 18:28 Uhr - von Justus Zenker

Pentalope-Schrauben, ein fest verleimter Akku und ein Display das wie aus einem Guss scheint: Nicht zu unrecht hatte das auf Reparaturen spezialisierte US-Unternehmen iFixit dem neuen MacBook Pro mit Retina-Bildschirm den wenig ruhmreichen Titel „am schlechtesten zu reparierendes Laptop bisher“ verliehen. Inzwischen wurde auch der Bildschirm komplett in seine Einzelteile zerlegt und dabei Erstaunliches herausgefunden.

Zumindest im Falle des Displays fällt die Bewertung deutlich positiver aus: „Das Retina Display ist ein technisches Wunder“. Herkömmliche Displays sind nach dem „Sandwich“-Verfahren aufgebaut: Erst die Rückseite, dann das eigentliche LCD-Panel und zum Schluss die Glas-Abdeckung, so iFixit. Apple hingegen verwendet den Aluminium-Deckel als Rahmen für das Display und das LCD-Display ist gleichzeitig die Abdeckung auf der Vorderseite. Das Resultat: „Sie [Apple] haben es geschafft fünf mal so viele Bildpunkte wie beim letzten Modell in ein Display zu packen, das einen Bruchteil eines Millimeters dünner ist.“ Ein positiver Nebeneffekt ist das fehlende Glas auf der Vorderseite, da so deutlich weniger Spiegelung entsteht.

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Problematisch ist das Retina-Display hingegen hinsichtlich einer Reparatur. Da Einzelteile nicht zu ersetzen sind, muss im Falle eines Schadens der komplette Deckel ausgetauscht werden. Die Verkabelung verläuft zudem im Inneren der Scharniere, wodurch diese im Schadensfall ebenfalls komplett ersetzt werden müssen.

Mehr zu: HiDPI | iFixIt | MacBook Pro 2012 | MacBook Pro mit Retina Display | Retina-Display

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Bild von zackwinter

Obwohl die Geräte von Apple sehr stabil sind und fast gar nicht kaputt zu kriegen sind, stelle ich mir die Frage, ob das neue MBP ein Wegschmeiss- Produkt werden kann, wenn es erstmal defekt ist.

Denn durch das ganze "Geklebe", "Verschachteln/Verstecken" und "Gelöte" kann eine Reparatur schnell nicht mehr lohnen. Hochwertige Produkte definieren sind meines Erachtens nach auch dadurch, das eben nicht alles "fest" miteinander verbunden ist.

Ganze Logicboards auszutauschen, weil der RAM einen Fehler aufweist, ist einfach nur irre. Weiss nicht wie ich das finden soll. Man stelle sich nur folgendes Szenario vor: Man ist im Ausland auf einer dreiwöchigen Tour durch Amerika und auf einmal streikt das MBP aufgrund fehlerhaften RAMs. Dann darf ich erst einmal einen Apple Store suchen, der mir dann das komplette MBP aufschraubt und das Logicboard austauscht (wenn es noch auf Garantie geht) mit einer Wartezeit von 3 -5 Tagen. Normal könnte ich bei einen Computerladen vorbeischauen und einen einzelnen RAM Riegel kaufen und diesen ganz schnell ersetzen und ohne viel Aufwand.

Bild von MACximilian

Sieh es mal so. Früher, in kleiderschrankgroßen Schaltschränken, konntest Du jedes Relais oder Kabel selbst tauschen. Auch wenn ich zum Bleistift den Fortschritt vom C64 zum MBP Retina sehe, kann ich solche Einschränkungen verschmerzen.

Sicherlich ist das neue MBP ein Extrem, in ca. 5-6 Jahren wird aber jedes Laptop so aussehen. Apple betreibt Fortschritt durch Vereinfachung und Reduzierung beweglicher Teile.

Das ist wie mit den Autos. Da hört man auch immer das Gejammere, dass man nichts mehr dran machen kann. Dafür haben die Autos heute zig Sicherheits- und Komfortausstattungen, welche man einfach als Laie, nicht mehr warten kann. Der Vorteil aus diesen Neuerungen, ist jedoch wesentlich größer als der Nachteil, dass ich nicht mehr alles selbst machen kann. Vor allem hat sich Haltbarkeit der Fahrzeuge drastisch erhöht.

Natürlich ist Nachhaltigkeit eine tolle Sache, aber wer will heute noch in einer Holzkutsche rumfahren?

In meinem Bekanntenkreis, kenne ich kaum jemanden der ein Computer öffnen kann oder wird. Oftmals wird es doch nur als nicht genutztes Feature verkauft. Wieviele Leute haben einen MacPro oder eine PC-Tisch-Kiste und noch nie eine Komponente getauscht? Sicherlich einige.

Bei Reparaturen wird dann halt eben vom Service gearbeitet und nur das wiederhergestellt was sich auch amortisiert, oder eben neu angeschafft. Die Kosten der Reparatur können dann gegenüber einer frühzeitlichen Eigenleistung teurer werden, aber der durchschnittliche Nutzen und Gewinn für die Masse der Kunden, ist doch wesentlich größer. Zumal sich auch die bisher üblichen Strukturen ändern werden. Bei einem iPhone oder iPad redet doch niemand davon den RAM oder den Speicher zu vergrößern.

Radio- und Fernsehtechniker gibt es praktisch nicht mehr, weil Fernsehgeräte so billig sind, dass eine Neubeschaffung günstiger und der Nutzen größer sind, als die Lohnkosten für eine Reparatur.
Genauso wird es in ein paar Jahren auch mit Computern aussehen. Beim iPad oder den Discounter-PCs ist es jetzt schon so.

Bild von JeanLuc7
Bild von Actomic

Einer der besten Kommentare seit langem. +1

Bild von Lion-97

Kann das Display nicht leichter durch die fehlende Glasscheibe beschädigt werden?

Bild von dulfur

...Auch meine Meinung, dass einzelne Bestandteile einfacher und schneller und bei geringem Aufwand ersetzt werden sollten. Diese Wahlfreiheit scheint immer mehr zu verschwinden, und leider jetzt auch beim Retina Modell.
Ich bin nicht mit Macmilians Kommentaren einverstanden: Gerade diese Wegwerfeinstellung ist mir sehr suspekt und es gilt diese einzudämmen. Es mangelt an Edelmetallen immer mehr doch die Geräte werden so hergestellt, dass sie für eine beschränkte Zeit funktionieren, damit die Leute vermehrt konsumieren, um die Gewinne der Firmen zu sichern. Gleichzeitig machen die Hersteller den Konsumenten von sich umso mehr abhängig. Die Aussage, dass die Geräte immer billiger werden ist reine "Verneblung und Verblendung", wenn ich die letzten Kommentare lese, denn mit jedem neuen Kauf eines Gerätes, das immer eine kürzere Lebensdauer zeigt und von immer neueren Geräten abgelöst wird, liegt die Neuinvestition meiner Meinung nach bei weitem höher als der Ersatz des defekten Teilchens. Und falls die Ersatzteile doch "teurer" sind, dann muss man sich fragen weshalb? Werden sie künstlich hoch gehalten, damit unsere Weg- und blinde Konsumtendenz noch mehr angeheizt und kanalisiert werden kann? Niemand scheint diese Tendenz hinterfragen zu wollen.... Schade!
Der Konsument hat immer weniger "die Wahl" selbst zu entscheiden,

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