Im Test: MacBook Pro 15” 2,8 GHz

MacBook Pro 15” 2,8 GHz

Mit der ersten Aktualisierung der MacBook-Pro-Serie im Unibody- Design hat Apple einiges verändert, obwohl die Modelle den Vorgängern auf den ersten flüchtigen Blick doch recht ähnlich sehen. Die Oberschale ist aus einem massiven Stück Aluminium gefräst und sieht genau so aus, wie im Fall der Vorgänger. Auch über das Hochglanz-Display, welches im 15-Zöller 1440 x 900 Bildpunkte besitzt, lässt sich noch immer herrlich streiten.

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Apple bietet die Option, einen matten Bildschirm zu erwerben, nach wie vor nur für das 17-Zoll-Modell an, obwohl der Wunsch danach auch für die anderen Modelle häufig zu hören ist. Damit trotz der reflektierenden Oberfläche bestmöglich gearbeitet werden kann, verwendet Apple die helle und sehr homogene LED-Hintergrundbeleuchtung, die schon aus der Vorserie bekannt ist.

Die Tastatur mit Umgebungslichtsensor und Tastenbeleuchtung war schon im ersten Aluminium-Book hervorragend verarbeitet, so dass es hier keinen Nachbesserungsbedarf gab. Auf Seiten der Schnittstellen ist eine der wenigen äußerlich wahrnehmbaren Veränderungen vorgenommen worden. Während der MagSafe-Netzanschluss, Ethernet, ein Mini-DisplayPort, zwei Mal USB 2.0, ein Mal FireWire 800 sowie je ein optisch-digitaler/analoger Audio-Ein- und Ausgang bleiben durften, musste der ExpressCard/34-Port im Fünfzehn-Zöller einem SD-Card-Slot weichen.

SD Card gegen ExpressCard/34

Der ExpressCard/34-Steckplatz bot einem breiten Angebot an Erweiterungskarten wie zusätzlichen FireWire-Schnittstellen Anschluss, nun ist er einem SD-Card-Slot gewichen. Auf den ersten Blick mag das praktisch erscheinen, da die alte Schnittstelle nicht von jedem MacBook-Pro-Besitzer verwendet wurde. Eine Digitalkamera mit SD-Karte besitzen hingegen viele Anwender. Für diese ist es nun leicht möglich, ohne Umweg über ein USB-Kabel Bilder auf den Rechner zu transportieren.

Wer seinen Rechner allerdings wirklich professionell einsetzt – für nichts anderes steht ja das „Pro“ im Namen der Alu-Books –, vermisst vermutlich die hohen Datenübertragungsraten und die Flexibilität, die mit dem nun weggefallenen Anschlussstandard einher gingen.

Des Namenszusatzes „Pro“ nicht eben würdig ist auch die technische Umsetzung des Steckplatzes. Die SD-Karte wird nur eingeschoben, sie rastet nicht ein, wie man dies selbst von günstigen Digitalkameras gewohnt ist. Es gibt auch keinen Federmechanismus, der auf leichten Druck die Karte wieder aus dem Slot schiebt. Stattdessen steht die Karte aus dem Rechnergehäuse über einen Zentimeter hervor, was eine nicht sehr elegante Lösung ist.

Fest verbauter Akku

Die zweite äußerlich erkennbare Änderung zum 15-Zöller aus dem vergangenen Herbst stellt der Akku dar – oder eben nicht. Um ihn zu sehen, muss man erst die Unterschale des Rechners abschrauben. Apple setzt nun in allen Pro-Books die gleichen fest verbauten Energiespender ein, die erstmals im letzten 17-Zöller vorgestellt wurden. Kritischen Stimmen, die gerne weiterhin die Möglichkeit gehabt hätten, den Akku zu tauschen, hält Apple einige Argumente entgegen, die wir für Sie in einem Infokasten auf S. 33 zusammengetragen haben. Außerdem tauscht der Hersteller den Akku für 139 Euro aus – ein Tauschakku für einen älteren 15-Zöller kostet genauso viel.

Prozessor und Speicher

Regulär bietet Apple das MacBook Pro 15” mit drei verschiedenen Prozessoren an. Das kleinste Modell verfügt über einen Intel Core 2 Duo Prozessor (P8700) mit einem Takt von 2,53 GHz; dafür werden 1599 Euro fällig. Die mittlere Variante mit 2,66 GHz Taktung (P8800) kostet 1799 Euro. Diese beiden Recheneinheiten sind mit jeweils 3 MB Level-2-Cache ausgestattet, den sich die zwei Kerne teilen müssen. Dafür arbeitet dieser Zwischenspeicher aber auch mit dem vollen Prozessortakt – er befindet sich direkt auf dem Chip des Prozessors. Erst die Verbindung nach draußen, also zum Arbeitsspeicher, taktet mit 1066 MHz.

Im 2,8 GHz schnellen MacBook Pro verfügen die zwei Kerne des Core-2-Duo-Prozessors (T9600) über großzügige 6 MB L2-Cache. Der Preis für dieses Modell liegt bei 2099 Euro. Im Rahmen der Bestellung bei Apple ist es zusätzlich möglich, einen mit 3,06 GHz getakteten Core 2 Duo (T9900) zu erwerben. Diese Option verteuert den Rechner um 270 Euro.

Sämtliche 15-Zöller liefert Apple standardmäßig mit 4 GB DDR3-Arbeitsspeicher aus, die auf zwei Bausteine verteilt sind und bei einem Takt von 1066 MHz arbeiten. Als Maximalausstattung gibt Apple für alle vier Modelle 8 GB an, die dann aus zwei SO-DIMM-Modulen mit je 4 GB Kapazität bestehen müssen.

Bestellt man die volle RAM-Ausstattung, nimmt Apple satte 900 Euro Aufpreis für die Aufrüstung. Beim selbständigen Arbeitsspeicher-Austausch in MacBook Pros, die über einen fest eingebauten Akku und deshalb über keine einfach zu bedienende Öffnung verfügen, geht die Garantie nicht verloren; auch wenn es für die Prozedur nötig ist, den unteren Gehäusedeckel abzuschrauben.

Grafik

Im Bereich der Grafikhardware hat Apple die Fünfzehnzöller deutlich voneinander abgehoben: Von Modell zu Modell verbessert sich mit steigendem Prozessortakt auch die Leistungsfähigkeit der Grafikeinheiten. Im Einstiegsmodell ist eine integrierte NVIDIA GeForce 9400M verbaut, der mindestens 256 MB vom Hauptspeicher zugewiesen werden. Je nach Bedarf kann dem Grafikprozessor aber auch mehr Speicher zur Verfügung gestellt werden, wodurch sich der Bereich, den das Betriebssystem für sich verwenden kann, geringer wird. Der Anwender bekommt von dieser Umverteilung im Normalfall aber nicht viel mit.

Bei den Vorgänger-15-Zoll-MacBook-Pro gab es kein Modell, das ausschließlich über die integrierte NVIDIA-Grafik verfügte. Dort wurde in alle Rechner zusätzlich die dedizierte NVIDIA GeForce 9600M GT verbaut, die sich nun ausschließlich in den Rechnern mit 2,66 GHz Prozessortakt oder höher findet. Im zweitgünstigsten MacBook Pro gebietet dieser Grafikprozessor über 256 MB des schnellen GDDR3 RAMs, in den schnelleren Books sind es sogar 512 MB.

Bei diesen doppelt grafisch ausgerüsteten Rechnern kann der Anwender selbst entscheiden, was ihm in der jeweiligen Situation lieber ist: Sehr hohe Leistung mit der GeForce 9600M GT, die allerdings viel Strom verbraucht und entsprechend stark die Akkulaufzeit reduziert – oder aber geringere grafische Rechenkraft mit der GeForce 9400M, was sich aber positiv auf die mobile Arbeitszeit auswirkt.

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