Auf dem heutigen „Let's talk iPhone“-Event hat Apple den Online- und Synchronisierungsdienst iCloud als Nachfolger von MobileMe erneut präsentiert. Der kostenlose Dienst beinhaltet Funktionen wie iTunes in der Cloud, iTunes Match, iCloud Backup sowie den bisher unbekannten Dienst „Find My Friends“.
ANZEIGE
Dank iTunes in der Cloud lassen sich Bücher und Apps jederzeit auf jedem mit der persönlichen Apple-ID-registrierten Gerät erneut herunterladen. Auch Musiktitel sollen künftig erneut heruntergeladen werden können, vorerst funktioniert dies aber nur in den USA.
Nicht herunter, sondern in die Cloud hinauf werden zukünftig mit dem iPhone, iPad oder iPod touch aufgenommene Bilder geladen. Von der iCloud aus werden diese dann wieder auf andere iOS-Geräte und iPhoto verteilt. Apple nennt diesen Dienst Fotostream. Auch Dokumente können dank iCloud automatisch hochgeladen und auf anderen iOS-Geräten abgerufen werden.
iCloud-Anwender müssen sich somit um Fotos und Dokumente keine Gedanken mehr machen. Doch auch SMS-Nachrichten, die Anordnung des Homescreens und iPhone-Einstellungen werden dank iCloud Backup automatisch und drahtlos gesichert.
Ein bisher unbekanntes Feature ist „Find My Friends“. Haben Freunde Zustimmung gegeben den persönlichen Standort abzurufen, wird der Aufenthaltsort dieser Personen auf einer Karte angezeigt. Gute Nachrichten für jene, die sich um den Schutz ihrer Daten Gedanken machen: Die Zustimmung zum Auffinden durch Dritte lässt sich zeitlich begrenzen. Beispielsweise kann sich der Dienst so auf ein Zeitfenster von 10 Uhr bis 18 Uhr eingeschränkt werden.
Das letzte präsentierte Feature ist iTunes Match. Für jährlich 24,99 US-Dollar wird die eigene iTunes-Bibliothek mit Apples Datenbank abgeglichen und allen iOS-Geräten zur Verfügung gestellt. So müssen lediglich Titel, die nicht im iTunes Store auffindbar sind, in die iCloud übertragen werden. iTunes Match startet Ende Oktober in den USA. Preise und Verfügbarkeit für Deutschland, Österreich und die Schweiz sind bisher noch nicht bekannt.
Neben den vorgestellten Diensten wird iCloud zudem eine @me.com-E-Mail-Adresse sowie Online-Speicher für Kalender und Kontakte bieten. iCloud wird zeitgleich mit iOS 5 am 12. Oktober verfügbar sein.



Artikel kommentieren
Kommentar hinzufügen