Mit iOS 6 verabschiedet sich Apple nach mehr als fünf Jahren vom Suchmaschinengiganten Google. Denn währen die YouTube-App zugunsten einer neuen App-Store-App komplett vom System geflogen ist, hat Apple die Kartenanwendung mit eigener Technik ersetzt.
Auf den ersten Blick könnte man Apple frei nach dem Sprichwort „Schuster, bleib' bei deinen Leisten“ den Umstieg auf eine eigene Karten-Anwendung übelnehmen. Denn trotz der in den vergangenen Jahren eingekauften Karten-Expertise ist die Erstellung einer eigenen globalen Kartenbibliothek eine Mammutaufgabe. Zumindest kurzfristig hat Apple aus diesem Grund Verträge mit anderen Karten-Spezialisten wie TomTom, Microsoft, Open Street Map und anderen Anbietern geschlossen – eine hohe Kartenqualität dürfte somit gewährleistet sein.
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Der Zusammenarbeit mit TomTom ist es wohl auch zu verdanken, dass die neue Karten-App auch Verkehrsinformationen wie Staus, Sperrungen oder Straßenarbeiten einblendet. Informationen zu interessanten Orten wie Restaurants, Museen und mehr bezieht Apple nicht nur von dem niederländischen Navigations-Unternehmen, sondern auch unter anderem aus den Datenbanken von Localeze, Acxiom und mehr. Das vor allem in den USA beliebte Bewertungsportal Yelp steuert für einige Orte außerdem Bewertungen und Fotos hinzu.
Aus Apples eigener Entwickler-Feder stammt jedoch die neue 3D-Ansicht sowie die Möglichkeit, die neue Karten-App als Navi mit Turn-by-Turn-Funktionalität einzusetzen. Doch während die automatische Anzeige und Ansage des nächsten Richtungswechsels bei bestehender Internetverbindung weltweit funktioniert, sind Apples 3D-Karten derzeit auf wenige Städte beschränkt. Die 3D-Gebäude während der Navigation gibt es aktuell ausschließlich in den USA zu sehen. Um die neue 3D-Ansicht nutzen zu können, ist ein iPad 2 oder neuer, ein iPhone 4S oder 5 sowie ein iPod touch der 5. Generation Pflicht. Auch die Navigations-Funktion funktioniert nur dem neuesten iPad und den beiden jüngsten iPhones.
Eine weitere Verbesserung im Gegensatz zu Google-Maps: Apples neues Kartenmaterial besteht nicht aus millionen einzelner Bilder die, je nach Zoom-Stufe, erneut geladen werden, sondern ist vektorbasiert. Die Darstellung der Karten ist dadurch nicht nur deutlich flüssiger, sondern auch deutlicher. Wird die Karte gedreht, vergrößert oder verkleinert, passen sich Beschriftungen wie Straßennamen oder Orte von Interesse automatisch an. In den iOS-Einstellungen lässt sich zudem festlegen, dass Beschriftungen grundsätzlich in der deutschen Übersetzung angezeigt werden – eine willkommene Neuerungen vor allem bei exotischen Reisezielen.
Apple Karten vs. Google Maps Im direkten Vergleich zum Platzhirsch Google fällt vor allem die schwankende Qualität der Karten auf: Während sich in der Standard-Karten-Ansicht kaum Unterschiede feststellen lassen – TomTom & Co. sei Dank – haben Googles Luftaufnahmen in der Regel einen deutlich höheren Detailreichtum. Doch sobald eine Stadt auch in 3D zur Verfügung steht, schlagen Apples Karten das Google-Material um Längen – selbst wenn auch Google die Stadt in der 3D-Ansicht darstellt. Ein weiterer Vorteil von Google Maps ist die Suche nach Orten wie Geldautomaten, Restaurants oder anderen „Points of Interest“: Apples Karten reagieren auf eine Anfrage deutlich öfter mit einem „Keine Treffer gefunden“. Apples Trumpf liegt aber auf jeden Fall in der Möglichkeit den Anwender auch ohne teure Navi-App im Auto von A nach B zu führen, ohne dass manuell Routenpunkt für Routenpunkt gewählt werden muss. Unter Android bietet Google jedoch eine eigene Maps-Anwendung, die genau diese Funktion beherrscht. Dass Google in Zukunft analog der YouTube-App seine Kartenanwendung im App Store anbieten wird, ist durchaus denkbar. Apple Karten vs. On-Board-Navis Für Apple Maps spricht nicht nur der „Heimvorteil“ der festen iOS-Integration, sondern auch der Preis: Anders als teure Navis kostet Apples Navigation auf den ersten Blick nichts. Schaut man genauer hin, könnte Apples Kartenanwendung auf längeren Strecken oder im Ausland auch schnell zur Kostenfalle werden. Denn im Gegensatz zu den sogenannten „On-Board“ Navis, bei denen das Kartenmaterial gespeichert ist, lädt sich Apples Kartenanwendung das benötigte Kartenmaterial während der Fahrt frisch aus dem Netz. Zudem ist Apples App typisch minimalistisch gehalten. Weder die aktuelle Geschwindigkeit noch die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, Blitzer oder Fahrspuren werden während der Fahrt dargestellt. Für die gelegentliche Fahrt ist Apples Karten-App somit durchaus eine gute Lösung, für Vielfahrer empfiehlt sich hingegen der Kauf einer bequemeren und vollwertigen Navi-Anwendung. Mehr zu: iOS 6 | Maps





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Furchtbar. Bin total enttäuscht. Fürchterliche Auflösung der Satelitenbilder. Schlimm auch, dass Apps von Fremdanbietern jetzt automatisch das Apple Kartenmaterial anzeigen. Alles totaler Schrott. Völlig unausgereift. Was soll das?
Geht mir genau gleich, kann es kaum glauben, dass sich Apple einen derartigen Lapsus erlaubt. Wünsche mir die Google-Maps dringend zurück (kommt hoffentlich bald als separate APP!) und würde IOS 6 update gerne rückgängig machen!
Auch wenn IOS 6 ansonsten echt gut gelungen ist — die Kartenapp ist eine echte Verschlimmbesserung, noch dazu mit Fehlern: Restaurant- und andere Einträge werden statt mit z.B. "10999 Berlin" nämlich mit "10999 Schöneiche bei Berlin" bezeichnet. Das finde ich dann doch recht schwach.
3D, wo verfügbar, mag zwar ganz witzig und originell sein, gegen Street View kann es leider nicht mithalten. Bleibt nur zu hoffen, dass Google bald eine neue Mapapp (lustiges Wort ^^) herausbringt.
Ich wage mal zu behaupten, dass unter Steve Jobs diese Kartenapp nicht veröffentlicht worden wäre…
Was für ein Rückschritt. Die Auflösung ist so schlecht. Vorher konnten wir bei uns im Garten die Maulwurfshügel erkennen - jetzt erkenne ich das Haus fast nur noch schemenhaft.
Dazu ist dieses Yelp Datenmaterial teilweise so alt. Unser Betrieb ist dort noch gelistet an einer Adresse von der wir in den letzten 15 Jahren zweimal weg gezogen sind! Unglaublich.
Und wieder einmal macht es sich bezahlt nicht auf das sofort auf die neuste Software zu springen. Danke für die Warnung!
kann eingentlich das iphone 5 mit iOS5 betrieben werden? ;-) ich warte mit beidem noch zu!!
Die neue Karten-App gefällt mir sehr. Wer sein Haus unbedingt anglotzen muss, soll Google Earth benutzen.
ich hätte mir von maclife wenigstens erwartet, dass bekannt gemacht wird, dass apple-maps im vergleich zu google-maps um welten schlechter ist!!
traurig, dass selbst normale nachrichten-seiten vor maclife von der katastrophal schlechten maps-app berichten!
http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/fehler-in-apple-maps-in-ios-6-nutzer-erbost-a-857065.html
ein echtes armutszeugnis ...
Die Maps-App wird wohl noch viel Staub aufwirbeln. Da steckt noch irre viel Arbeit drin. Ebenso vermissen werde ich im Moment auch die You Tube App.
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