Hoffentlich sagt das nichts über den gegenwärtigen Stand der Verhandlungen zwischen Unity und Apple aus: Der Unity CEO warf Steve Jobs vor, von moderner Spiele-Entwicklung keine Ahnung zu haben. Jobs hatte Apps, bei denen so genannte Middleware zum Einsatz kommt, als letztlich minderwertig bezeichnet, sie würde den Fortschritt der Plattform im Wege stehen.
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In Punkt 3.3.1 der Entwickler-Lizenzvereinbarung untersagt Apple den Entwicklern die Verwendung anderer Sprachen als C, C++ und Objective-C. Die Vereinbarung musste bereits einmal überarbeitet werden - nun ist ein Interpreter innerhalb der App erlaubt, wenn er nur kleinere Aufgaben übernimmt. Die Verwendung bedarf außerdem einer speziellen Genehmigung von Apple. Grund für diesen halben Rückzieher ist die Verwendung von in Lua geschriebenen Skripten in vielen Spielen, meist als Teil der Game Engine.
Ebenfalls sehr beliebt bei Spiele-Entwicklern ist Unity. Unity verwendet C# und ist für diverse Plattformen verfügbar, darunter auch der Mac. Der Lizenzvereinbarung nach ist die Verwendung von Unity aber nicht im Sinne von Apple. Wie einige Hersteller anderer Entwicklertools, hat auch Unity daher das Gespräch mit Apple gesucht. Unity-Apps werden derzeit weiter zugelassen.
Unity CEO David Helgason ist der Ansicht, dass die Konsumenten entscheiden sollten, ob eine App, die Middleware verwendet, minderwertig sei. Unity komme aber bei vielen erfolgreichen Spielen zum Einsatz. Steve Jobs verstehe nichts von wirtschaftlicher Spieleentwicklung, rein nativer Code wäre für Apps in Ordnung, aber nicht für komplexe Spiele.
Damit dürfte er Recht haben: Spiele wie Colorbind, Skee-Ball, Ravensword, Samurai Way of the Warrior, um vier Beispiele von der Unity-Website zu nennen, gehören zu den besseren iPhone-Spielen. Anlass zur Änderung der Lizenzvereinbarung dürfte aber einzig Flash gewesen sein - hätte Apple doch nur „[…] untersagt ist die Verwendung alle Sprachen, die so heißen wie ein Superheld” geschrieben …



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