Mit iOS 6 führt Apple neue Sicherheitsabfragen vor dem Zugriff auf das Adressbuch und andere Daten ein. Auslöser war die App Path, die das Adressbuch des Anwenders kopierte. Die Sicherheitsfirma BitDefender behauptet in einer Studie, dass von 65000 untersuchten Apps über 18 Prozent auf das Adressbuch zugreifen.
Natürlich sollte eine solche Studie mit Skepsis betrachtet werden, schließlich haben solche Firmen ein Interesse daran, Betriebssysteme unsicher erscheinen zu lassen. Die Zahlen klingen sehr hoch, selbst unter Berücksichtigung, dass die Firma die 65000 Apps wohl nicht zufällig ausgewählt hat. BitDefender sieht die Aufzeichnung des Ortes und den stillen, nicht genehmigten Zugriff auf das Adressbuch als weit verbreitet an.
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Nur die wenigsten Apps, die auf solche Daten zugreifen, sind aber "Spione". So muss eine App, die automatische Namensvervollständigung anbietet, zwangsläufig auf das Adressbuch zugreifen und es wäre Unsinn, vorher um Erlaubnis zu fragen. Die hohe Anzahl der Apps, die den Ort abfragen, dürfte auch nichts mit Tracking zu tun haben, denn davon haben die Hersteller nichts. Stattdessen dürfte der hohe Anteil der Apps, die den Ort ermitteln, daran liegen, dass Werbenetzwerke natürlich passende Anzeigen einblenden. Außerdem ist der Zugriff auf Foto-Metadaten nur möglich, wenn auch Zugriff auf die Ortsdienste gewährt wird.
Laut BitDefender wurden 65.000 „beliebte“ Apps geprüft. Die Firma gibt zu, dass von den Apps, die auf das Adressbuch zugreifen nur einige diese Daten auch tatsächlich senden. Die Firma verkaufte eine iOS-App, die Zugriff auf die BitDefender-Datenbank bot. Apple hatte diese App jedoch entfernt - möglicherweise wegen fragwürdiger Diagnostikmethoden seitens BitDefenders.
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