In den zuletzt veröffentlichten Patentanträgen hatte die Verwendung genauer Kopien bereits existierender Apps für Verwirrung gesorgt, „Wohin?”-Entwickler FutureTap hatte sich im Firmenblog besorgt darüber gezeigt, dass Apple einfach fremde Oberflächen kopieren könnte.
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Wie wir berichteten, lässt sich aus dem Text und den anderen Illustrationen nicht ableiten, dass Apple eine Kopie plant - im Gegenteil, sie deuten eher auf andere Pläne hin. Verwirrung stiften solche Illustrationen ohne Angabe der Quelle auf jeden Fall.
Für Klärung braucht es aber keine „Warum?”-App, denn dafür gibt es die Rechtsabteilung von Apple: Anand Sethuraman, Senior Patent Counsel bei Apple, hat versprochen, die Illustration zukünftig als geistiges Eigentum von FutureTap zu kennzeichnen. Im Patentantrag wird nicht behauptet, dass Apple die Benutzeroberfläche oder das Konzept einer integrierten Reiseanwendung erfunden habe.
Man kann von Entwicklern nicht verlangen, dass sie Experten im Patentrecht sind. Natürlich wurde die ursprüngliche Meldung sofort sowohl von denen instrumentalisiert, die ohnehin etwas gegen Apple haben, als auch von denen, für die sich jede Kritik an Cupertino verbittet. Es gab aber laut dem Entwickler auch viel Zuspruch und nützliche Ratschläge. Immerhin: In der Zeit soll FutureTap etwa 1200 bis 150001500* Apps mehr verkauft haben, dafür sind eben auch Kosten für den Anwalt angefallen.
Vom Patentantrag bis zum Patent und zur App ist der Weg noch lang, niemand kann vorhersagen, ob und in welcher Form „iTravel” beim Anwender landet. Für den Entwickler Ortwin Gentz ist die Sache damit jedenfalls erledigt.
*In der ersten Version war von 15000 Apps die Rede, tatsächlich hat FutureTap 1200 bis 1500 Apps mehr verkauft.



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