Mit Mario hat der japanischer Konsolen- und Computerspiele-Hersteller Nintendo so etwas wie einen Evergreen in der Spielewelt geschaffen. Doch im Gegensatz zu anderen Klassikern wie Tetris oder Pacman hüpft der italienische Klempner nur auf Nintendos eigener Hardware. Trotz der immensen Popularität von iOS und Android fehlt Mario weiterhin im App Store. Geht es nach dem Firmenchef, soll dies so bleiben. Die Investoren fordern jedoch eine Öffnung des Monopols.
ANZEIGE
Mit roter Mütze und Schnauzbart hüpft der Mario bereits seit 1979 durch die Welt der Spielecomputer. Von ehemals 16x16 Bildpunkten gibt es Mario demnächst sogar in 3D auf Nintentos aktueller Spielekonsole Nintendo 3DS. Doch diese scheint sich weitaus weniger gut abzusetzen als der Nintendo DS vor einigen Jahren. Klar, denn Anno 2004 war das iPhone samt App Store noch ein paar Jahre entfernt.
Inzwischen sieht die Sache anders aus: iPhone, iPad, iPod touch, Android und Facebook bieten allesamt einen ordentlichen Katalog mit kostenlosen oder zumindest preiswerteren Spielen. Auch Nintendo bekommt das zu spüren und hat erst kürzlich den Preis der 3D-Konsole Nintendo 3DS rabiat gesenkt. Dennoch: Der Chef Satoru Iwata will weiterhin an der Exklusivität festhalten, solange er an der Konzernspitze steht.
Ganz anders sieht dies Masamitsu Ohki, Finanzberater eines Tokioter Investment-Unternehmens. Er empfiehlt nicht nur eine strategische Änderung, sondern auch die Übernahme anderer Firmen um am Erfolg von Wii und DS festzuhalten. Nötig wäre diese Änderung, denn aktuell ist die Nintendo-Aktie auf einem sechs-Jahres-Tief. Auch andere Nintendo-Investoren fordern einen Portierung erfolgreicher Titel auf andere Plattformen, um auch in der Smartphone-Ära zu den Großen zu gehören.
Dass die Nachfrage durchaus gegeben ist, zeigt ein Sprung der Aktie nach oben. Dieser wurde von einem Gerücht ausgelöst, Nintendo entwickle ein Pokémon für Apples Geräte und Android. Kurz darauf wurde das Gerücht von Nintendo dementiert und der Aktienkurs flaute wieder ab.
Es bleibt also spannend um Mario. Die Verkäufe des Nintendo 3DS sowie der Erfolg der angekündigten Wii U werden zeigen ob Nintendo mit seiner Strategie standfest bleiben kann. Für diejenigen, die nicht bis auf eine offizielle Portierung warten wollen könnte sich einen Blick in den Cydia-Store lohnen. Dort soll es ganz fabelhafte Gameboy-Emulatoren geben ...



Artikel kommentieren
iPod touch und nicht iPad touch bitte
Gut so, Nintendo. Das ist ja, als würde Apple seine Betriebssysteme für "normale" Smarphones und PC's lizenzieren...
Na Apple druckt so Geld, was Nintendo nicht gerade hinbekommt. Irgendwann werden sie auch einlenken ... Aber nicht dieses Jahr.
Totaler Schwachsinn.
Apple ist erst seit ein paar Jahren wieder wirklich erfolgreich. Vor 10 Jahren standen die kurz vor der Pleite.
Nintendo hingegen ist seit Jahrzehnten erfolgreich.
Woran man das merkt? Die Wii beispielsweise ist die erfolgreichste Spielekonsole derzeit. Und vorher war das mit Gamecube, N64, Snes und NES auch nicht anders.
Nintendo war und ist ein sehr erfolgreicher Konsolen- und Spielehersteller und nur weil man seit ein paar Jahren auch halbwegsvernünftig Minispiele auf einem Smartphone spielen kann, sollte man nicht direkt die ganze Firmenpolitik auf den Kopf stellen.
Aber Nintendo muss auch mit der Zeit gehen und die neuen Möglichkeiten der allseits kommenden Internetmobilität aktzeptieren. Momentan verfolgt Nintendo ein zu starkes "Ich-Kann-Das-Alleine" konzept. In Zeiten in dennen alles zusammenwächst und auch von den Nutzern erwartet wird, könnte das in eine Sackgasse führen.
Die brauchen ja nur alte gba oder snes Klassiker umsetzen und schon ist der Rubel am rollen.
Allerdings, das denke ich auch. Lud mir erst kürzlich Secret of Mana vom App-Store runter. Andere Hersteller tun dies ja bereits, obwohl die Nintendo-Klassiker natürlich das Non plus ultra wären.
Sicherlich gibt es viele, vor allem Konsumenten ab 30, die sich zwar keine Nintendo Hardware mehr kaufen würden, aber durchaus noch die Spiele fürs iPad/iPhone.
bitterer redaktionsfehler... ein fund manager von Stats Investment Management Co. in Tokyo ist also ein Schatzmeister von nintendo ? oO also irgendwas passt da nicht ganz
Da haben wir tatsächlich etwas verwechselt. Besten Dank für den Hinweis :)
wer ist Nintendo?
Wer bist du denn. Ich vergass ein vollkriegen
So ganz stimmt die Aussage zu den Nintendo Konsolen aber nicht: Die Sony Playstation hat dem N64 ganz schon Konkurrenz gemacht, insbesondere weil Nintendo trotz besserer Hardware (N65: 64 bit; PS1: 32 bit) auf veraltete Technik gesetzt hat (Cardridges statt CD-Rom). Mit dem Camecube hat Nintendo dann versucht die Schlacht gegen Sony mit seiner PlayStation2 U`(und gegen Sega mit dem Dreamcast) aufzunehmen und sang und klanglos verloren! Der CameCube war nichtmal ansatzweise so erfolgreich wie die PS2 (übrigens trotz besser Hardware). Mit der Wii hat Nintendo einfach Riesen Glück gehabt , denn die Konsole ist im direkten Vergleich mit der X-Box und der PS3 einfach nur jämmerlich - aber egal die Spiele machen einfach nur Bock.
Kommentar hinzufügen