Apple lässt iPhones und die GPS-bewehrten Mobilfunk-Modelle der iPads seit der Einführung von iOS 4 Ortungsdaten mit Zeitstempeln in einer Datenbank archivieren. In Florida wurde nun eine Sammelklage zweier Kunden eingereicht, und Apple ist gefordert, offiziell Stellung zur Thematik zu beziehen.
ANZEIGE
Wie Anfang letzter Woche bekannt wurde, wird die Datei „consolidated.db“ selbst nach Gerätewechsel des Anwenders über das iTunes-Backup fortgeschrieben. Die Sammlung der Ortungsdaten findet zudem selbst bei vom Benutzer gewählter Zugriffsverweigerung der Apps auf das GPS-Modul statt. Eine Übermittlung dieser umfangreichen Datensätze an Apple ist bisher weder bestätigt noch ausgeschlossen.
Zwei Apple-Kunden, Vikram Ajjampur aus Florida und William Devito aus New York, wurde das zu bunt. Am 22. April reichten sie in Tampa, Florida die gemeinsame Klage gegen Apple ein, um ein Urteil zu erwirken, das Apple diese Verfolgung seiner Anwenderschaft verbietet. Zudem sollen die beiden Geräte, ein iPhone und ein iPad, gutgeschrieben werden. Bei vorheriger Kenntnis der beklagten Geschäftspraxis wären sie nie gekauft worden.
Kläger-Anwalt Aaron Mayer führt gegenüber Bloomberg aus, Apple stelle sich mit dieser Art der Datenerhebung selbst über Angehörige der Bundesbehörden, die sich für eine Personen-Ortung zuvor um die entsprechende Befugnis bemühen müssten. Forderungen nach Schadensersatz wurden von den klagenden Parteien bislang nicht spezifiziert.
Apple hat den Sachverhalt bis heute nicht offiziell kommentiert. Ein Rückruf des Apple-Sprechers Steve Dowling stehe noch aus, Staatsanwältin Lisa Madigan aus Illinois hat sowohl Apple als auch Google zu klärenden Gesprächen eingeladen, und weltweit schenken immer mehr Behörden dem Thema ihre Aufmerksamkeit.



Artikel kommentieren
"Eine Übermittlung dieser umfangreichen Datensätze an Apple ist bisher weder bestätigt noch ausgeschlossen."
Hat Steve nicht gesagt, dass kein iOS Benutzer getrackt wird?
Quelle: http://www.benm.at/2011/04/25/steve-jobs-we-dont-track-anyone/
Steve Jobs dementierte doch mit: “We don’t track anyone.”
Klar, dann muss das natürlich so sein, wenn Gott das sagt...
Endlich muss Apple die Hosen runterlassen.
Ich hab die Daten ausgelesen und zwar im Detail und nicht nur mit der iPhoneTracker.app, was wochenweise die Punkte zusammenfasst und die Ortsdaten auf ein Gitter legt.
Bei den echten Daten sieht man dann, dass dies auch notwendig war, um die Werte nicht total chaotisch erscheinen zu lassen. Also ich meine, das diese Speicherung nichts mit Spionage zu tun hat. Ich hab mir gpx tracks erzeugt und auf der Karte dargestellt.
Klar, ich konnte die Gegenden erkennen, in denen ich mich aufgehalten habe. Aber ich meine wirklich nur Gegenden, nicht etwas was ich als Tracking bezeichnen würde. Und mit GPS hat es gar nichts zu tun.
Alle ist zeitlich ziemlich lückenhaft und ungenau.
Es dauert wahrscheinlich nicht lange, dann gibt es bessere Programme und jeder kann sich selber ein Bild machen.
Sucht doch mal nach den Stichworten: malte, spitz, vorratsdaten
dann seht Ihr was Überwachung ist und das geht mit jedem Handy.
:o)
Gerade hab ich auf Maclife die Erklaerung von Apple gesehen und sie deckt sich 100% mit dem was ich hier geschrieben habe.
Kriminelle können aufatmen, es werden nur noch die Mobilfunkmastenpositionen der letzten 7 Tage gespeichert
;-)
Kommentar hinzufügen