WAHRE GRÖßE EINES LANDES

iPhone 4: Chinesen erhalten zensierte Karten-Anwendung

27.09.10 | 11:59 Uhr - von
Grenzkonflikte auf dem Smartphone
(Bild: ogleearth.com)

Google lässt iPhone-4-Nutzer in China in regierungs-konforme Karten gucken. Diese Beobachtung macht das Blog Ogle Earth mit einem am Samstag (25.9) in Peking gekauften iPhone 4. Das Gerät kommt ohne Vertrag und ohne Sim-Lock. Da ist es frei, doch in der Karten-Anwendung Google Maps zeigt die Volksrepublik China ihre offizielle Größe. Google und Apple kuschen und machen mit.

Ohne Vertrag und Bindung ist das iPhone 4 in China im internationalen Vergleich unschlagbar günstig. Das iPhone 4 16 GB kostet umgerechnet rund 747 US-Dollar also etwa 555 Euro. Für das iPhone 4 32 GB sind etwa 665 Euro (895 US-Dollar) fällig.

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Allerdings scheinen in der China-Version vom Apple-Smartphone einige Funktionen eingeschränkt. So zeigt das iPhone 4 in China die umstrittene Region Arunachal Pradesh nicht namentlich und als zu China gehörig, obwohl sie von Indien verwaltet wird. China beansprucht den indischen Bundesstaat im Nord-Osten Indiens beziehungsweise im Westen Chinas für sich. Im Vergleich mit dem iPhone 3GS und Zugängen über VPN zeigen sich die feinen Differenzen im Kartenmaterial. Die Google-Karten zeigen auf dem 3G3 die staatlich gewünschten Landesgrenzen Chinas mit englischen Ortsnamen. In privaten VPN-Umgebungen zum Beispiel als IP-Tunnel nach San Francisco wird Arunachal Pradesh dem Land Indien zugeordnet, wie es andere Anwender außerhalb Chinas auch zu sehen bekommen.

Das iPhone 4 verhält sich etwas anders. Im Reich der Mitte zeigt es die offizielle Version der Karten, via VPN getunnelt kommen die internationalen Karten zur Darstellung. Ortsbezeichnungen in China sind aber nun immer in Mandarin und Orte außerhalb von China immer zweisprachig chinesisch-englisch bezeichnet mit einigen Ausnahmen bezüglich arabischer Ortsnamen. Das 3GS zeigt immer englische Namen. Google liefert zwei unterschiedliche Karten-Sätze in China aus. Die geänderten Modalitäten sollen konform gehen mit neuem chinesischem Recht. Demnach ist eine behördliche Lizenz erforderlich, wenn man Karten-Material veröffentlichen möchte. Es muss also ein chinesischer Staatsbediensteter seinen Stempel drauf drücken. Das war laut Eintrag im Google-Blog im Juli 2010 der Fall.

Die Markteinführung vom iPhone 4 zeigt wieder einmal zwischen welche Fronten Firmen wie Apple und Google geraten können. Zu viele Zugeständnisse an China erschweren vielleicht den Marktzugang in Indien. Grenzkonflikte werden mit dem Smartphone ausgetragen. Vor diesem Hintergrund steht der medienwirksame Rückzug von Google aus China im März diesen Jahres in einem anderen Licht. Andere Länder – andere Sitten: Das erste in China verkaufte iPhone hatte kein WLAN. In Ägypten kam es ohne GPS. In den Vereinigten Arabischen Emiraten kommt das iPhone 4G ohne Facetime – trotz Burka. Und in China fällt ein Sack Reis um und Google und Apple und andere knicken ein am Verhandlungstisch ob der Millionen, die sich mit dem Milliarden-Volk verdienen lassen.

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Bild von Gast

Sehr schwache Leistung von Google und wohl auch Apple

Bild von philipp87

Naja was soll Apple, Google und wohl auch andere Unternehmen machen? Entweder einstecken und weiter Verkaufen oder aufmucken und auf dem Indien-Markt kein einziges iPhone mehr Verkaufen!? Was würdest du denn tun? ;-) Geld ist Geld!

Bild von Gast

ich dachte für den content ist google verantwortlich und die apple app nutzt die infos die sie bekommt ?

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