Die meisten Apps werden nach wenigen Tagen freigegeben - aber die meisten Apps sind auch simpel gestrickt. Briefs vom Entwickler Rob Rhyne gehörte zu den Problemfällen, die länger brauchen. Nun hat er die App-Store-Pläne nach drei Monaten Wartezeit aufgegeben.
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Erstaunlich ist das Verhalten von Rhyne: Während andere Entwickler sich in solchen Fällen an die Öffentlichkeit wendeten und Apple so manche merkwürdige App-Store-Entscheidung schnell korrigierte, blieb er ruhig - was auch damit etwas zu tun haben dürfte, dass er nicht mit Apps sein Geld verdient.
Briefs ist zur Entwicklung von App-Prototypen gedacht, damit Entwickler das Design ihrer geplanten Apps besser verstehen können. Dem Blog des Entwicklers zufolge wird ein BS-Skript auf dem Mac erstellt, in eine Binary-PLIST kompiliert und dann auf das iPhone kopiert. Es soll keinen eigenen Interpreter enthalten und ausschließlich Public APIs verwenden. Ein Brieflist-Dokument enthält die Position und das Aussehen der einzelnen Bedienelemente, sowie alle notwendigen Grafiken. Um Programme handelt es sich nicht.
Der Entwickler ist sich im Klaren darüber, dass hier wohl der Knackpunkt liegt, aber er hat sich auf positive Signale auf der WWDC von Apple verlassen, Briefs soll sogar von einigen Apple-Entwicklern verwendet werden. Doch zu einer positiven (oder überhaupt irgendeinen) Entscheidung ist es nicht gekommen. Statt sich weiter darüber zu ärgern, hat er den Quelltext veröffentlicht und widmet sich anderen Projekten. Eine spätere Rückkehr zu Briefs schließt er aber nicht aus.
Natürlich lassen sich Parallelen zu Google Voice ziehen, welches seit über einem Jahr „geprüft” wird. Bei Google Voice dürfte Apple aber auf eine offizielle Ablehnung verzichten, weil es sonst Probleme mit der FCC geben könnte. Vielleicht sind sich die Prüfer auch bei Briefs über die Ablehnung einig, aber nicht darüber, warum es abgelehnt werden sollte.



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