86 Millionen US-Dollar Verlust hat Disney Interactive, zuständig für Videospiele, im letzten Quartal gemacht. Verantwortlich werden dafür die hohen Entwicklungskosten für die aktuellen Konsolen gemacht, die große Entwicklerteams benötigen würden. Nun hofft der Medienkonzern auf den App Store.
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Wer sich jetzt allerdings auf Spiele in Konsolenqualität und AAA-Titel aus dem Hause Disney freut, wird enttäuscht: Es sollen weitere günstige Apps entstehen, die Kinder ansprechen. Bei der Gelegenheit will Disney auch neue Charaktere ausprobieren. Bart Decrem, Manager von Disney Mobile, hofft gar darauf, dass es eines Tages ein App-Charakter in einen Disney-Film schaffen könnte. Disney ist bereits seit einiger Zeit im App Store aktiv, dürfte nun aber die Investitionen in Apps verstärken.
Ein Titel wie "Wo ist mein Wasser?" würde zweifellos auf PlayStation 3 und Xbox 360 deplatziert wirken, denn für so ein Spiel kauft sich niemand eine HD-Konsole. Der Casual-Markt ist aber im App Store sehr umkämpft und mit Rovios Dauer-Abonnement auf die Top 10 bleibt nicht viel übrig für andere Hersteller. Chillingo schafft es, regelmäßig Casual-Hits zu veröffentlichen. Irgendwann wird aber auch dieser Markt gesättigt sein.
Vor allem werden die Ansprüche steigen. Die Entwicklungskosten von Casual-Titel sind auf jeder Plattform relativ niedrig, während aufwändige 3D-Spiele wie "Infinity Blade" auch auf dem iPad nicht schnell entwickelt sind. Solche Titel können iPhone/iPad-Besitzer von Disney jedenfalls nicht erwarten. Eigentlich fehlt es aber gerade der iOS-Plattform an solchen Spielen, welche die Leistung der Geräte auch wirklich ausnutzen.
Für Disney könnte sich der App Store aber auszahlen und die Interactive-Abteilung wieder in die Gewinnzone befördern. Es ist aber unwahrscheinlich, dass der Konzern darauf verzichten wird, Spiele zu Disney-Filmen für Konsolen zu entwickeln.



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