Möglicherweise ermittelt die US-Handelskommission auf Antrag von Adobe gegen Apple. Hintergrund sind die von Apple im April spontan geänderten Lizenz-Bedingungen für iOS-Entwickler sowie der Ausschluss von Adobe Flash auf den Geräten iPhone und iPad. Die Federal Trade Commission (FTC) verweigert der US-Site wired.com weitere Auskünfte mit Verweis auf ein laufendes Verfahren.
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Dabei bleibt unklar, ob es sich noch um Ermittlungen handelt oder ob bereits ein Verfahren eingeleitet worden ist. Wired hatte die FTC im Mai 2010 um Auskunft gebeten und jetzt von der US-Behörde einen ablehnenden Bescheid erhalten. Demnach soll die Beleglage jedoch auf fast 200 Seiten angewachsen sein, in die der Einblick verweigert wird. Der amerikanische Freedom of Information Act erlaubt es Behörden mit besonderer Rechtfertigung, Dokumente zurückzuhalten. Daher kann – im Umkehrschluss - davon ausgegangen werden, dass Adobes Beschwerde bei der US-Handelskommission möglicherweise zu einem Verfahren gegen Apple führen wird.
Anfang des Jahres plante Adobe nämlich mit der Software Flash Professional CS5 die Entwicklung nativer iPhone-Apps in Flash zu ermöglichen. So sollten sich beliebte Flash-Spiele in einem Aufguss für Web und iPhone entwickeln lassen. Die Möglichkeit durchkreuzte Apple mit geänderten Richtlinien im iPhone OS 4.0 SDK. Steve Jobs argumentierte, nur mit Apple-Entwicklungswerkzeugen könne die Qualität der Plattform gewährleistet werden.
Im Nachgang eskalierten die Auseinandersetzungen zwischen Apple und Adobe um Flash. Der vorläufige Höhepunkt stellt der offene Brief von Steve Jobs Thoughts on Flash dar. Vielleicht hat das Ganze ja noch ein juristisches Nachspiel.



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