Die Gerüchte, Verizon könnte das iPhone bekommen, haben schon mindestens ihren zweiten Geburtstag gefeiert, Apple-Exklusivpartner AT&T hat also bereits Übung darin, die Gefahr eines Verizon-iPhones herunterzuspielen. AT&T hat aber auch all den Analysten, Medienvertretern und „Personen, die mit der Sache vertraut sind” eines voraus.
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AT&T kennt natürlich die eigenen Verträge mit Apple. All die Analysten, die auf Verizon als zweiten US-Mobilfunkprovider mit dem iPhone hoffen, kennen diese Verträge nicht. Aus ihrer Sicht ist ein solcher Schritt allerdings wünschenswert, denn auch wenn es manchmal anders erscheint, schreiben Munster, Wu & Co. ihre Berichte nicht zur Belustigung von iPhone-Besitzern, sondern für Investoren. Investoren träumen von einem Verizon-iPhone und ihnen dürfte es auch gefallen, wenn Analysten immer wieder für eine Dividende trommeln.
Glenn Lurie dürfte sich jedenfalls an die Gerüchte gewöhnt haben. Er ist bei AT&T für die „Emerging Devices” zuständig, wozu auch Tablets mit Mobilfunk zählen. Er glaubt nicht, dass der Verlust der Exklusivität die Verkäufe ernsthaft beeinträchtigen könnte. Im Tablet-Bereich glaubt er, die Geräte könnten viele Notebooks überflüssig machen, da sie sich zu vollwertigen Computern entwickeln würden. Natürlich gibt es auch dazu einen unterstützenden Bericht, in diesem Fall von Forrester-Analystin Sarah Rotman Epps. Die wirft einen Blick bis ins Jahr 2015, aber solche Langzeitprognosen sind unzuverlässig - immerhin ist bis dahin mindestens die vierte Generation an iPad-Killern verfügbar.
Kommentar Bei all den „30 Prozent würden zu Verizon wechseln”-Umfrageergebnissen wird eines außer acht gelassen: Die Befragten gehen davon aus, dass Verizon die selbe Leistung wie AT&T bringen wird, nur zuverlässiger. Es ist einfach schick geworden, immer auf AT&T zu schimpfen und Verizon überzubewerten.



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Manchmal bekomme ich den Eindruck das Analysten eine ähnlich dummer Erfindung sind wie Patentanwälte, Berufspolitiker und It-Girls.
Diese "Berufsgruppe" dient nur der Abschöpfung möglichst großer Geldbeträge von der leichtgläubigen Masse. Während It-Girls eine Zielgruppe in der Damenwelt und dort speziell bei dem jüngeren und ungebildeten gefunden haben, und Berufspolitiker versuchen der eigenen politisch etwas uninteressierten Bevölkerung Dinge wie Kompetenz und Sachverstand vorzugaukeln, haben Analysten sich ein wohl das einträglichste Segment ausgesucht, die Anleger und Firmen-Führungskräfte. Letzter werden so geschickt umgarnt und mit einer Mischung aus Halbwissen, wilden Spekulationen und hübsch ausgemalten Luftschlössern umgarnt das Sie riesige Mengen von Geld in die Analysten-Meinungen und die "Beratungs-Branche" investieren und dann meinen das eigene Gehirn sei nicht mehr nötig. Das grundlegende Prinzip jedoch unterscheidet sich nicht von dem das man auf jeden einigermaßen zusammengestellten Jahrmarkt in der hintersten Ecke finden kann, dem das in einem kleinen meist hölzernen Wagen mit schummrigem Licht von einer merkwürdig aussehenden "Dame" unter der Bezeichnung Wahrsagen und Handlesen betrieben wird.
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