Verpixelte Gebäude, bald auch in 3D? US-Senator Charles Schumer zeigt sich in einem Brief an die CEOs von Apple und Google besorgt über den Einsatz hochempfindlicher Kameras zur 3D-Kartografierung. Diese Daten könnten ein Sicherheitsrisiko für die USA darstellen.
Als "military-grade spy cameras" wird das Equipment in der Pressemitteilung (nicht dem Brief) bezeichnet, mit dem die Firmen arbeiten. Diese seien präzise genug um Bilder mit einer Größe von vier Zoll (etwa 10cm) zu erfassen.
ANZEIGE
Der Senator stellt sich vor, dass diese Kameras Menschen draußen beim Sonnen oder Barbecue erwischen. Dagegen hilft nur der digitale Weichzeichner: Die Firmen sollen vorher über ihre Flugrouten informieren, Personen undeutlich machen und Grundstücksbesitzern erlauben, gleich ihren ganzen Besitz zu entfernen. Die Behörden müssten ebenfalls informiert werden - die bisher verwendeten Fotos waren beispielsweise nicht detailliert genug, um Stromleitungen und Eingänge zu erkennen. Die neue Technologie sei hingegen so leistungsfähig, um durch Fenster zu filmen.
Jede Verbesserung von Kartendaten hat bisher eine Reaktion ähnlich der des Senators provoziert. Die Politik sorgt sich gerne um die Privatsphäre, sofern sie von Firmen berührt wird, aber weniger, wenn sie von staatlicher Seite eingeschränkt wird. Ob Street View und 3D-Karten tatsächlich erfolgreich von Verbrechern genutzt werden, ist umstritten. Die Terroristen vom 11. September hatten beides nicht zur Verfügung, Verbrecher werden sich im Zweifelsfalls lieber nicht auf monatealtes Material verlassen wollen - vielleicht ist ja inzwischen im Vorgarten eine Selbstschußanlage installiert. Peinliche Fotos, welche die Privatsphäre verletzen, kommen eher von Fotografen als von Google Maps.
Die drei Forderungen an Apple und Google (vorherige Benachrichtigung, opt-out, Unkenntlichmachung sensibler Infrastruktur) dürften hingegen erfüllt werden, da sie so oder in ähnlicher Form bereits für normale Karten und Straßenansichten gelten. Nicht jede verschwommene Ansicht auf Google Maps liegt an schlechtem Kartenmaterial.
Mehr zu: 3D | Apple | Google Maps | USA





Artikel kommentieren
Das größte Sicherheits-Risiko für die USA ist deren Außenpolitik
... und denkt doch mal an die Kinder!!
"....Die Terroristen vom 11. September hatten beides nicht zur Verfügung...."
Wer weiss schon was die zur Verfügung hatten...
Richtig!
Wer einen Anschlag vor hat, wird vor Ort schauen, wo er Sprengsätze positionieren kann.
Im Fall einer Passagiermaschine, haben wir ja gesehen, dass es auch ohne solche 3D Bilder klappt.
Lool, waren es nicht die Amis, die über uns lachten, weil wir bei Google Streetview unser Häuser verpixeln lassen konnten (und es auch taten)?
Ne das war ich. Mir juckt es auch immer noch in den Fingern beim nächsten Besuch eines Freundes dessen Haus unkenntlich ist von der Strasse aus zu fotografieren und das Bild dann in Google Streetview zu verlinken.
Du Schufft!
Hahahahaha
Diskutieren Sie mit!
Damit Sie Artikel auf maclife.de kommentieren können, müssen Sie sich bitte einmalig registrieren – bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Die Moderation der Kommentare liegt allein bei maclife.de – kritische Kommentare und sachliche Diskussionen sind erwünscht, Beschimpfungen & Beleidigungen werden gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.