"SENT FROM MY IPAD"

Steve Jobs: iPad schafft zehn Stunden

08.03.10 | 10:01 Uhr - von Matthias Jaap
Sent from my iPad: Steve Jobs: iPad schafft zehn Stunden

Das konnte sich Jobs wohl nicht gefallen lassen und benutzte wieder einmal ein E-Mail-Programm: Empfänger war dieses Mal John Breeden II, der auf der Website Government Computer News (GCN) die versprochene Akkulaufzeit von zehn Stunden anzweifelt und dafür von „Mac-Fans“ kritisiert wurde.

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Allerdings wissen sowohl Apple-Anhänger als auch John Breeden nicht, wie lange der Akku tatsächlich durchhält, es ist aber naiv, den Angaben einer Firma blind zu glauben, unabhängig davon, ob sie nun Apple oder Dell heißt.

Breeden erhielt auch eine E-Mail von Steve Jobs, in der er bekräftigte, dass das iPad zehn Stunden mit einer Akku-Ladung laufen werde. Darauf hin hat er Jobs geantwortet, er wolle ihn nicht als Lügner darstellen, aber beim Marketing seien Menschen eben nicht zu hundert Prozent ehrlich.

Die Reaktion war eine weitere E-Mail (abgeschickt von einem iPad), in der Steve Jobs den ersten Jobs als falschen bezeichnete und antwortete:

„Sorry, wasn’t me. And, yes, we are getting 10 hours in 1.5 pounds“

Mit bis zu zehn Stunden gibt Apple die Laufzeit bei der Internet-Nutzung über Wi-Fi und der Wiedergabe von Videos an. Dies ist ein hoher Wert, da sowohl Wi-Fi als auch Video-Wiedergabe und das Display viel Strom verbrauchen. Allerdings weist Apple im kleingedruckten darauf hin, dass die tatsächliche Laufzeit noch von anderen Faktoren abhängt. Auf dem iPhone verkürzen beispielsweise Bluetooth und GPS (Ortsbestimmung) die Laufzeit. Natürlich kommt es auch auf die individuelle Nutzung an, wer zwischen Videos und Web aufwändige 3D-Spiele spielt, wird keine zehn Stunden erreichen.

Breedens Zweifel an der Akku-Laufzeiten beruhten auf dem angeblich höheren Stromverbrauch des im iPad verwendeten IPS-Displays und vergleichen mit Notebooks und Netbooks.

Die Akku-Laufzeit dürfte mit das erste sein, was ab dem 3. April, wenn in den USA die ersten iPads verkauft werden, getestet wird. Der Erkenntnisgewinn aus den E-Mails zwischen Breeden und Jobs dürfte vor allem einer sein: Ein Jobs antwortet zwar auf E-Mails, aber der Jobs, der antwortet, ist deshalb noch nicht der echte Steve Jobs.

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