Noch ist das iPad nicht einmal auf dem Markt, da verändert es schon die Medienwelt. Jedenfalls in den USA, wo bei der Kalkulation von Leser- und Auflagenzahlen von Zeitschriften bereits die Verbreitung durch iPad-Apps mitberücksichtigt wird.
Das „Audit Bureau of Circulations“ [1] (ABC) – in seinen Aufgaben vergleichbar mit der deutschen IVW – bewertet in den USA Verbreitungsgebiete, Leserschaft und Zielgruppeninformationen bei Zeitungen und Zeitschriften. Nach Informationen [2] von Associated Press hat das ABC bereits das iPad in seine Reichweitenmessungen aufgenommen. Und damit für den Verleger den Weg zu lukrativeren Verträgen zwischen Zeitschrift und Anzeigenkunde geebnet.
Zeitschriftenverleger können nun ihre Artikel speziell für den Zugriff über eine iPad-App konzipieren und bezahlte digitale Abos über die App als Teil ihrer verbreiteten Auflage angeben; vorausgesetzt, dass Inhalt und Werbung mit der gedruckten Ausgabe identisch sind. Ohne diese Änderung, wären Verleger nur in der Lage gewesen, jene digitale Verbreitung mitzuzählen, die als exaktes Faksimile der gedruckten Ausgabe daher käme. Eine solche Lösung hätte für die maßgeschneiderte Gestaltung einer Zeitschrift für ein Gerät wie das iPad nur wenig Spielraum gelassen.
Allerdings muss die ABC jede iPad-App bestätigen, bevor deren Abonnenten als Teil der verbreiteten Auflage einer Zeitschrift gezählt werden können. Da darf man gespannt sein, ob die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) [3] , die in Deutschland für die Reichweitenmessung zuständig ist, ebenso zügig auf das iPad reagieren wird.












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