Für die Verkaufszahlen am ersten Verkaufstag gilt: Wenn sie hoch genug waren, wird Apple sie bestimmt bei nächster Gelegenheit verkünden, wenn nicht, hat Apple eben nach dem Apple TV ein zweites „Hobby“. Gene Munster hat nachgezählt, iSuppli hat nachgeschätzt.
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iSuppli, eine ehemalige Comedytruppe, deren Kellnerwitze sich weniger um die Fliege in der Suppe, sondern darum drehten, wieviel Fliege und Suppe ihre jeweiligen Hersteller gekostet haben, analysiert seit längerem neue Geräte aus der Unterhaltungselektronik. Aus drei Worten Produktbeschreibung von Apple können sie die kompletten Kosten der einzelnen Hardwarekomponenten bis hin zur letzten Schraube berechnen.
Nebenbei wird aber noch analysiert: Noch bevor überhaupt das erste iPad verkauft wurde, hat man (konservativ) geschätzt, dass Apple in diesem Jahr 7,1 Millionen Geräte weltweit verkaufen wird. Dies ist ein realistisches Ziel, denn das iPad dürfte im Verlauf des Jahres noch in weiteren Ländern als den bisher angekündigten starten. Natürlich können auch die iSuppli-Analysten nicht davon lassen, Pendel und Kaffeesatz zu befragen: 2011 sollen 14,4 und 2012 20,1 Millionen Geräte verkauft werden.
Beim iPhone mussten Analysten ihre Prognosen schon für das letzte Jahr mehrmals korrigieren, eine Ein- oder Zwei-Jahres-Prognose ist daher extrem unzuverlässig.
Dann doch lieber selbst vor Ort sein und nachzählen: Piper-Jaffray-Analyst Gene Munster ist für solche Methoden durchaus bekannt. Am Samstag hatte er den Apple Store in der 5th Avenue unter Beobachtung. Danach hat er seine Einschätzung zum iPad-Start nach oben korrigiert: Ging er vorher von 200000 bis 300000 aus, ergibt die vorläufige Analystenrechnung nun 600000 bis 700000 Geräte.
Kommentar Natürlich haben wir dazu auch unseren Hausanalysten befragt: Er schätzt, basierend auf der Analyse von YouTube-Videos und Blogs, dass etwa 90 Prozent aller gestern verkauften iPads in einem irreparablen Zustand sind, weil jeder Käufer ein bisschen „iFixit“ sein wollte und das Gerät sofort auseinander geschraubt hat.



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mal wieder ein grammatikalisch gekonnter artikel aus journalistisch-professioneller hand. bravo!
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