Noch bevor die ersten iPads auf dem Markt sind, hat der Verteilungskampf um die besten Plätze begonnen: CBS plant nach Angaben von 9to5 Mac, seine bislang iPhone-kompatiblen Videos im H.264-Format auch für das iPad anzupassen.
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Relativ unbemerkt vom Benutzer hat hinter den Bühnen ein erbitterter Stellungskrieg begonnen, der sich an der Vormachtstellung des von Adobe kontrollierten Flash-Formats entzündete. Noch während Adobe an einer Ressourcen schonenderen Version 10.1 seines Plug-Ins werkelt, giftete Steve Jobs als Herr des iPads gegen Alles, was die Lufthoheit Apples über das iPad gefährden könnte. Ob zu Recht oder nicht, spielt fast keine Rolle, aber für die Anbieter von multimedialen Inhalten entsteht ein klassisches Dilemma.
Setzen sie auf das weit verbreitete Flash-Format, können die Inhalte, insbesondere Videos, nicht auf dem iPad abgespielt werden – da stellt sich Apple stur und verweist auf die Möglichkeiten, die sich mit HTML5 ergeben könnten. Auf der anderen Seite aber ist das iPad für viele Anbieter das gelobte Land in dem Milch und Honig fließen. Von der fingerbreiten Tafel wird nichts anderes erwartet, als dass sie unseren Umgang mit dem Computer revolutioniert. Wer da nicht rechtzeitig dabei ist, dem geht es wie der Musikindustrie beim iPod: Trend verschlafen und abhängig geworden. Die Preise für Musiktitel und Videos diktieren die dann Anderen. Apple zum Beispiel.
Jetzt müssen sich die Contentanbieter entscheiden, ob sie auf eine Technologie setzen, von der sie nicht wissen, ob sie sich überhaupt in dem Maße durchsetzt wie erwartet oder ob sie beim Bewährten bleiben und in wenigen Jahren aussichtslos zurück liegen. CBS scheint sich für die erste Option entschieden zu haben. Das ist bitter für Adobe, die vor wenigen Jahren noch mit der Übernahme von Macromedia vor allem das proprietäre Flash-Format haben wollten und dafür einen hohen Preis bezahlten. Und es setzt die Konkurrenz unter Zugzwang, für ein Produkt zu entwickeln, dessen Erfolg oder Misserfolg nicht abschätzbar ist.



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