Nicht nur den Multimedia-Anbietern läuft es kalt den Rücken herunter, wenn sie an das iPad denken: auch Amazon versteht keinen Spaß beim iBookstore von Apple. Beide Anbieter pappen nämlich das gleiche Preisschildchen auf ihre eBooks. Nur dass Amazon damit defizitär arbeitet.
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Die Geschäftsmodelle und Vorstellungen der beiden Anbieter unterscheiden sich, die voraussichtlichen Preise ihrer elektronisch vertriebenen Bücher aber nicht. Nach Angaben von engadget werden die Preise für ein eBook im Apple iBookstore so wie auch bei Amazon bei 10 bis 15 US-Dollar liegen, je nach Veröffentlichungstermin und Nachfrage. Allerdings werden die billigeren Bücher für den Kindle bei Amazon mit Verlust verkauft, um die 10 US-Dollar-Grenze zu erreichen. Der Verlust entsteht dabei für Amazon, denn die Verlage bekommen von den Verkäufen über Amazon ein größeres Stück ab als bei Apples iBookstore. Das liegt daran, dass Apple wie schon bei iTunes etwa 30 Prozent des Verkaufspreises behält. Denn im Gegensatz zu Amazon will man mit dem Buchverkauf kein Kostenleck entstehen lassen. Das ist der Geschäftspraktik von Steve Jobs geschuldet: Wenn es sich finanziell von alleine nicht trägt, wird es nicht gemacht. Die oft übliche Praxis, über eine Mischkalkulation und Subventionierung durch andere Produkte das Preisdumping zu finanzieren, steht nicht bei Apple auf der Agenda. Auch nicht bei dem iBookstore.
Dafür aber bekommen die Verlage im iBookstore nur etwa 7 US-Dollar pro Titel, was sie wiederum stark unter Druck setzt und zu Nachverhandlungen veranlasst. Wäre da nicht der zu erwartende Boom aufgrund der immensen Nachfrage – dann nämlich macht Apple die Preise …



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