Nur so nebenbei:Ich habe mir im Handbrake User Guide gerade den Artikel zu anamorpic durchgelesen. Das möchte ich hier mal kurz in Deutsch zusammenfassen, da das für den ein oder anderen sicher hilfreich ist:
Auf DVDs wird das Bild mit 720 x 576 Pixeln gespeichert, wenn man mal von dem PAL-Standard ausgeht (daneben gibt es noch NTSC, was aber für in Deutschland gekaufte DVDs uninteressant ist). Das heißt, dass ein Film im Widescreen-Format (16:9; 2,35:1) auf einer DVD verzerrt gespeichert wird. Ist die anamorphic-Option in Handbrake aktiviert, so übernimmt Handbrake die Auflösung der DVD (720 x 576). Damit man den (mit Handbrake) konvertierten Film nun aber auf einem Widescreen-Fernseher unverzerrt darstellen kann, speichert Handbrake in der Filmdatei eine Information für das Abspielgerät (Fernseher, VLC, …), wie es das Bild in die Länge ziehen muss. Die (fast) gleiche Information ist übrigens auch in der Filmdatei auf der DVD enthalten.
Durch anamorphic speichert Handbrake also in 720 x 576 Pixeln ab, gibt aber z. B. 1024 x 576 Pixel auf dem TV aus.

Das bedeutet: Kein Qualitätsverlust am Bild, kleine Dateigröße
Encodiert man den Film nun aber ohne die anamorphic-Option und will ihn aber trotzdem unverzerrt darstellen können, so muss Handbrake das Bild entweder in die Länge ziehen, oder es muss die Höhe des Bildes reduzieren
und den Film dann auch in dieser Auflösung abspeichern. Das bedeutet entweder, man erhält ein größeres Bild (Bsp.: aus 720 x 576 wird 1024 x 576) und damit eine größere Datei und verliert mehr Speicherplatz, oder man erhält ein kleineres Bild als das auf der DVD (Bsp.: aus 720 x 576 wird 720 x 304) und erleidet somit einen Qualitätsverlust.
Mit anamorphic verhindert man beides! Schlau oder?
(Habe ich mir auch gedacht!
)Nun gibt es in Handbrake zwei Arten von anamorphic: strict und loose
Bei
strict kann es allerdings sein, dass x.264 (der Encoder für H.264) nicht so effizient arbeiten kann, wodurch die Kompression leidet. Außerdem kann man die gespeicherte Auflösung des Bildes nicht verändern, wodurch - und hier hoffe ich, dass ich es richtig verstanden habe - es dazu kommen kann, dass das Bild für die Darstellung beschnitten wird.
Loose verhindert, dass die Kompression leidet. Und zwar, indem es die Auflösungen in Höhe und Breite so verändert, dass sie durch 16 teilbar sind. Dabei wird natürlich das Seitenverhältnis beibehalten. Man kann mit loose auch die Höhe runterregeln, was aber Blödsinn ist, da dadurch die Bildqualität leidet. Also einfach Höhe beibehalten und die Breite anamorph vergrößern.
Wer es genau wissen will, ist
hier bestens bedient. Ist zwar Englisch, aber sehr gut verständlich (mit dem ein oder anderem Nachschlagen im Wörterbuch).
Zu guter Letzt muss ich mich leider fragen, warum ich Depp den Text nicht schon früher gelesen habe! Hhhrrrgggghhh!!!

Soo viele Pixeln verschenkt!
