In jeder größeren Stadt scheint es mindestens eine Person zu geben, die in belebten Fußgängerzonen ihre eher extreme Meinung zum Thema Jesus lautstark mitteilt. Kurz nach der Keynote hat der Jesus-Schreier aus San Francisco die WWDC beehrt, um Entwickler des „Jesus-Phones” zu beschallen.
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Er hätte aber sicher mehr Aufmerksamkeit erregt, wenn er Teile der Keynote in seine Rede eingearbeitet hätte hätte: „Glaubt nicht an fünf Megapixel! Glaubt nicht an iOS 4! Glaubt an Jesus!!!”. So registrierten die Entwickler, die sich draußen für eine Zigarette aufhielten, zwar den Mann, gingen aber dann amüsiert wieder in das Moscone Center zu ihren Sessions.
Wie erwartet, war das iPhone 4 für die Entwickler keine große Überraschung, ein US-Entwickler ging weiter und bezeichnete es als „kein großes Update”. Für das iPhone 5 erwarte er sich mehr.
Ohne Zweifel: Wenn das neue iPhone ein „AAA-Update” war, dürfte das iPhone 5 aus Apple-Sicht ein „AAAA” werden. In spätestens zwei Monaten wird die DigiTimes wohl wieder das Gerücht streuen, Quellen aus Lieferantenkreisen hätten verraten, dass das nächste iPhone mit einem OLED-Display ausgestattet sein werde.
Danach ging es zum Fisherman’s Wharf, einer von San Franciscos beliebtesten Touristenattraktionen. Fisherman’s Wharf ist gut mit der historischen Straßenbahn zu erreichen, die zwischen Powell Station - etwa 10-15 Minuten zu Fuß vom Moscone Center entfernt - und Fisherman’s Wharf pendelt. Wer sich bei der Touristinfo einen Muni Pass oder City Pass besorgt hat, zeigt den an Bord nur vor. Es ist aber auch möglich, an Bord einen Fahrschein zu lösen. Unterwegs stoppt die Straßenbahn an der China Town.
Fisherman’s Wharf ist voller Attraktionen (und vieler Touristenfallen). Eine davon sind die Seelöwen, die dieses Mal nicht ganz so zahlreich anwesend waren, wie beim letzten Besuch im Oktober, eine andere ist das Musée Mécanique. Das Musée Mécanique ist eine Spielhalle - allerdings keine, in der die neuesten Maschinen stehen. Ein Privatsammler hat antike Slotmachines, Automaten und Arcade-Maschinen aus über 60 Jahren gesammelt und bietet nun Besuchern eine gute Möglichkeit, ihre Quarter loszuwerden. Natürlich stehen dort auch Automaten von Atari, aber leider fehlt der Automat, an dem Steve Wozniak gearbeitet hatte (Breakout). Einen Größenvergleich zwischen einem iPad und der Cocktail-Version von Ms. Pac-Man konnte ich mir aber nicht verkneifen. Immer mehr iPad-Spiele erlauben mehrere Spieler an einem Gerät (Karate Champ, Castle Bash) obwohl das iPad deutlich kleiner ist als der Bildschirm eines Automaten, funktioniert das sehr gut.
Im Museum steht übrigens auch eines der ersten "Killerspiele" - ein kruder früher Arcade-Titel, in dem man in S/W und grober Klötzchengrafik Menschen totfahren musste. Für den Hersteller ein Mittel, Aufmerksamkeit zu erregen, ein Erfolg war es dennoch nicht.



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