DRUMSYNTHESIZER MIT DREI KLANGMODELLEN

Test: AudioSpillage Minispillage

Beat 3.2010 - von Mario Schumacher
Minispillage
Bewertung:
sehr gut (6.0)
Preis: Freeware
Hersteller: Audiospillage

Allzu oft haben Mac-Benutzer Grund zu dem Anlass, auf das enorme frei erhältliche Plug-in-Angebot für die Windows-Plattform neidisch zu sein. Allerdings gibt es auch einige Audio-Unit-Perlen, die Apple-Anwendern vorbehalten bleiben. Eine davon ist der auf die Erzeugung von Drumsounds spezialisierte Synthesizer Minispillage.

Bereits ein erster Blick auf die aufgeräumt und edel wirkende Benutzeroberfläche lässt die Leistungsfähigkeit des Plug-ins erahnen: Drei Drumpads warten nur darauf, mit eigenen Klangkreationen belegt zu werden. Die Pads, die das Triggern der drei Sounds gestatten, können dabei individuell benannt werden und besitzen jeweils eine eigene Pegelanzeige. Selbstverständlich ist jeder der drei Klänge mit einem individuell einstellbaren MIDI-Notenwert spielbar. Darüber hinaus kann man pro Pad die Stimmung, Lautstärke und Panoramaposition einstellen. Ein Klick auf den Edit-Knopf öffnet den zugewiesenen Sound im sogenannten Model-Editor.
Dem Benutzer stehen mit Bass- und Wooddrum sowie einer Electro-Hi-Hat drei Klangmodelle mit flexiblen Einstellmöglichkeiten zur Auswahl. Das resonanzfähige Multifilter sowie ein Distortion-Effekt mit zwei Algorithmen erlauben eine flexible Klangbearbeitung.

Auch die Modulationsmöglichkeiten von Minispillage können sich sehen lassen: So stehen jeweils eine Hüllkurve zur Steuerung der Lautstärke, der Filterfrequenz sowie der Tonhöhe zur Auswahl. Alle drei Hüllkurven können wahlweise linear oder exponentiell verlaufen. Abgerundet wird der Funktionsumfang durch zwei schnelle LFOs mit verschiedenen Wellenformen und einer Fade-Option.

Fazit

Mit seiner eigenständigen Architektur setzt sich Minispillage positiv von anderen freien Mitbewerbern ab. Dabei bietet das Plug-in alles, was man von einem guten Drumsynthesizer erwarten darf: einen tollen Klang, intuitive Bedienbarkeit und dank der leistungsfähigen Modelle auch eine enorme Flexibilität. Man darf also auf die angekündigte erweiterte kostenpflichtige Version des Klangerzeugers gespannt sein.

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