EQUALIZER MIT DYNAMISCHER GAIN-FUNKTION

Test: HOFA IQ-Eq

Beat 1.2011 - von Vera Schumacher

IQ-Eq

Bewertung:
sehr gut (6.0)
Preis: 99 Euro
Hersteller: HOFA
Eckdaten:
• VST, AU

Als eines der größten deutschen Tonstudios, Hersteller von Akustikmodulen und Anbieter von Recording-, Mixing- und Musikproduktionskursen konnte sich HOFA einen hervorragenden Namen machen. Mit dem als „intelligenter Klangregler“ beworbenen IQ-Eq präsentiert die Firma nun ihr erstes Plug-in. Was macht diesen Entzerrer nun cleverer als vergleichbare Prozessoren? Die Ausstattung liest sich zunächst klassisch: So werden ein Hoch- und einen Tiefpassfilter mit wählbarer Flankensteilheit sowie vier identische Bänder geboten. Diese decken einen Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz ab und können wahlweise als nach analogen Vorbildern modellierte Kuhschwanz- oder Glockenfilter betrieben werden.

Was IQ-Eq als „Entzerrer, der mitdenkt“ auszeichnet, ist seine dynamische Gain-Funktion. Diese überwacht bei Bedarf alle beim Equalizer eingestellten Frequenzen. Je höher der definierte Wert, desto drastischer wird die Verstärkung des gewählten Frequenzbereichs reduziert, sobald dieser zu laut und unangenehm klingt. Alternativ zur Auto-Einstellung, die mit dem gutmütigen Regelverhalten von Opto-Kompressoren aufwartet, ist es auch möglich, die Attack- und Release-Werte manuell einzustellen. In der Praxis können Sie so Gesang zu mehr Ausgewogenheit verhelfen, Instrumentenspuren von unangenehmen Resonanzen befreien oder druckvolle Bässe ohne Wummern erzielen. Auch beim De-Essing und subtilen Mastering-Eingriffen kann der Entzerrer seine Stärken ausspielen. Für Mastering-Anwendungen wünschen wir uns allerdings einen M/S-Modus sowie weitere Bänder.

Fazit

Dank seiner ausgezeichneten Klangeigenschaften, seiner übersichtlichen Oberfläche und seinem geringem Ressourcenbedarf konnte IQ-Eq in unserem Test auf ganzer Linie überzeugen. Insbesondere seine dynamische Gain-Funktion macht den flexiblen Entzerrer zu einem wirkungsvollen Problemlöser, der auch drastische Korrekturen im Frequenzgang gestattet, die immer nur dann „greifen“, wenn es erforderlich ist.

 

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