VIELVERSPRECHENDE DAW-SOFTWARE FÜR WIN, MAC UND LINUX

Bitwig Studio: Neue DAW verspricht viele Highlights

13.01.12 | 15:18 Uhr - von Kai-Uwe Heuer
(Bild: bitwig.com)

Wenn sich ein Team mit ehemaligen Ableton-Entwicklern zusammensetzt, um eine neue DAW zu entwerfen, sollte man gespannt und achtsam sein. Bitwig Studio heißt die neue Applikation für Komponisten, Produzenten und DJs und verspricht neben Multi-User-Jamming über das Internet noch viele weitere Highlights, die neue Maßstäbe setzen könnten.

Mit Bitwig Studio sollen Mehrspuraufnahmen sowie Arranger- und Mixerbasiertes Starten von Clips möglich werden. Im Gegensatz zu anderen DAWs verzichtet Bitwig Studio auf die Trennung zwischen MIDI- und Audiospuren, hier können beide in einer Spur bearbeitet und hinzugefügt werden. Mit der Möglichkeit, Automationen pro Note festzulegen, werden abgefahrene und komplexe Automatisierungen wie beispielsweise Pitch- und Panning-Variationen pro Note möglich. Das Bearbeiten von mehreren Spuren gleichzeitige soll ebenfalls realisierbar sein. Innerhalb eines Clips ist es laut Hersteller auch möglich, Audiodateien zu editieren. Weitere Merkmale sind Timestretching in Echtzeit, „World-Class“ Instrumente und Effekte, 32/64-Bit-VST-Support sowie das Verschachteln von Instrumenten, die wiederum als Presets gespeichert werden können. 

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Ein weiteres Highlight ist sicherlich das Multi-User-Jamming vie LAN-Verbindung. Damit soll es möglich sein, mit mehreren Nutzern an verschiedenen Computer am gleichen Song arbeiten zu können. Doch damit nicht genug: Diese Multi-User-Produktionen sollen auch über das Internet möglich werden. Die Benutzeroberfläche verspricht intuitives Arbeiten und mit dem Multi-Monitor-Support sollen mehrere Bildschirme problemlos eingebunden werden können. Für Klangschrauber wird es sogar ein natives Modularsystem geben, mit dem der Nutzer sich seine eigenen Instrumente oder Effekte erstellen kann. Mehr Informationen wurden noch nicht bekanntgegeben.

Bitwig Studio soll auf Windows-, Mac- und sogar Linux-Plattformen laufen können. Wann die DAW auf dem Markt kommen wird, ist noch nicht bekannt. Auf der Hersteller-Website kann man sich bereits als Beta-Tester anmelden.

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Bild von macuser3000

Sieht auf den ersten Blick, wie eine optisch sehr ansprechende Kombination aus Ableton, Traktor Pro, FL Studio, Logic Pro und Traktor Pro aus. Ich benutze seit längerer Zeit hauptsächlich Ableton und Logic, vor allem die Live-Funktion von Ableton ist Top und da dieses Programm sehr viel von Ableton zu beinhalten scheint, hoffe ich jedenfalls auf ne Live-Funktion.

Habe mich jedenfalls mal für den Beta-Zugang eingeschrieben und denke schon jetzt stark daran mir diese DAW zuzulegen und vielleicht sogar komplett darauf umzusteigen, optisch gefällts mir jedenfalls sehr!

Bild von Gast

Ich finde, es sieht durchaus vielversprechend aus. Und nur wegen eines zu Cubase komplementären Farbschemas würde ich nicht von "überdesigned" sprechen.

Ein unbehagliches Gefühl beschleicht mich eher wegen der Fülle der angekündigten Features. Wer die Messlatte beim ersten Sprung so exorbitant hoch legt, läuft große Gefahr, diese auch gleich zu verreißen. Und die IT-Branche verzeiht Fehlstarts im Regelfall nicht.

Also gespannt bin ich auf jeden Fall und ausprobieren halte schon beinahe für meine Pflicht. Was mir als alter "Betriebssystem-Nomade" gefällt, ist die Tatsache, dass das Programm für alle drei für mich relevanten Plattformen angeboten werden soll. Wenn ich dann mal (wieder) "umziehe", muss ich nicht gleich wieder ganz von Vorne anfangen ...

Bild von Gast

Was labert ihr für nen scheiss ey ... Cubase ist voll zurückgeblieben und wie das Design aussieht ist doch heutzutage wo alles customizeable ist voll egal...

Bild von Gast

Meine Theorie ist ja dass Bitwig der Nachfolger von Ableton Live ist und gar kein Startupunternehmen. Das Design ähnelt in einigen Punkten zu sehr dem von Ableton, wie z.B. das Timestretch Werkzeug ist 1:1 übernommen.
Ansonsten frag ich mich, wie diese Umfangreiche & auch komplexe Software innerhalb so kurzer Zeit mit einem 8 Köpfigen Team zusammengeschraubt werden kann, wenn's Ableton mit seinen duzenden von Entwicklern in 3 Jahren nicht hinbekommen hat. Und das auch noch für Mac, Win und Linux.
Ein Re-design von Ableton Live ist nach mehr als 10 Jahren überfällig, vor allem weil die OSX Version nicht n Cocoa programmiert ist.
Also meine Meinung ist, dass Bitwig in 2 Tagen bei der Namm in Ableton Live9 umgetauft wird, oder das Ableton Live einstampft und mit Bitwig weitermacht - würde auch Sinn machen um sich das dämliche Max4 Live als Drittanwendung vom Bein zu binden um ein integriertes und vor allem eigenes Modularsystem integrieren zu können. Des weiteren um Kompatibilitätsproblemen aus dem Weg zu gehen. Wenn die nämlich mit Bitwig weiter machen müssen die Livesets nicht mehr n vollem Umfang dazu kompatibel sein, das bringt viele Vorteile um einige Fehler auszumerzen, die sich im Laufe der Zeit mit eingeschlichen haben. Sonst machen die so weiter wie Steinberg bei denen die Fehler von Cubase Version zu Cubaseversion mitschleppen.

Ich bin mal gespannt - aber sollte Bitwig doch eine Eigenständige DAW werden bin ich da auch nicht abgeneigt von. Sieht auf jeden Fall mal vielversprechend aus und würde Cubase für mich endgültig überflüssig machen, vor allem weil mich dieser Scheiß Hardwaredongle ziemlich nervt, einmal verloren und das Programm ist weg.

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