Kein Schubladendenken, keine Berührungsängste

Clubreport: Butan Wuppertal

Während sich Puristen noch stets darüber streiten, ob ein Club nun ein Ort oder ein Konzept ist, steht für Tobias Wicht vom Wuppertaler Butan fest: Im Idealfall ist er immer beides. Was Ende der Neunziger als eine Reihe illegaler Partys auf einem ehemaligen Fleischfabrikgelände begann, entwickelte sich zunehmend zu einer der spannendsten und eigensinnigsten Locations des Landes. Heute treten sogar Superstars der Szene wie Sven Väth gerne die Reise in die eher unauffällige westfälische Metropole an, magisch angezogen von der praktischen Umsetzung einer ebenso einfachen wie philosophischen Erkenntnis: dass nichts auf ewig so bleiben kann, wie es ist.

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Wuppertal ist nicht eine dieser Metropolen, die einen Besucher unmittelbar auf den ersten Blick in ihren Bann ziehen. Man könnte sogar sagen, dass Wuppertal eine, zumindest für Außenstehende, eher unattraktive Stadt ist: Ein trostloser Bahnhofstunnel führt in die recht unauffällige Altstadt, in der die berühmte Schwebebahn wegen Reparaturarbeiten gerade nicht schwebt. Die Besucherschlange vor der Bonnard-Ausstellung hat sich inzwischen aufgelöst, was den Blick auf wenig charmante Straßen und die ewig gleichen Geschäfte freigibt. Etwas grau ist es hier, leicht verschlafen und irgendwie auch ein wenig traurig. Kurz gesagt: Es ist der ideale Nährboden für einen der großartigsten Techno-Clubs der Republik.

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