Der iTunes Music Store eröffnete Apple zusammen mit dem iPod neue Wege. Denn neben Computer-Hardware gab es nun weitere Bereiche, in denen das Unternehmen ein weltweites Wachstum erzielen konnte. Als Apple am 15. April 2004 die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal bekannt gab, staunten Analysten wie Branchenbeobachter. Mit insgesamt 807 000 verkauften iPods und 201 000 iBooks sowie 174 000 PowerMacs konnte man in Cupertino für beinahe alle Geschäftsbereiche ein Wachstum verkünden.
Am 28. April schließlich feierte man den ersten Geburtstag des iTunes Music Store und damit 70 Millionen verkaufte Songs. Jede Woche gingen so bereits 2,7 Millionen Titel über den virtuellen Ladentisch und Apple hatte in den USA bereits 70 Prozent Marktanteil bei den Download-Angeboten erreicht. Am 15. Juni 2004 schließlich konnte nach langen Verhandlungen mit den Plattenfirmen und Lizenzinhabern auch in Großbritannien, Frankreich und Deutschland der iTunes Music Store seine Pforten öffnen. Nach nur einer Woche verkündete Apple stolz, bereits 800 000 Songs in Europa verkauft zu haben.
Für Videos der Zukunft: H.264
Doch nicht nur die Musik schien Apple 2004 am Herzen zu liegen, Video war ebenfalls längst auf dem Vormarsch. Im iTunes Music Store konnte man bereits einzelne Pixar-Filme kaufen, auch einige Musik-Clips waren erhältlich. Doch die Endkunden wollten keine digitalisierten, pixeligen Filmchen kaufen. HD (High Definition) war das Schlagwort, und hochaufgelöstes Videomaterial musste komprimiert und gleichzeitig ohne Artefakte den Endanwendern zur Verfügung gestellt werden. Mit dem iTunes Music Store und dem darin genutzten AAC, einem MPEG-4-Format, war Apple neben RealNetworks und Microsoft einer der großen Anbieter und Wegbereiter von Multimedia-Architekturen und kannte das Potential von MPEG-4.











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